Bahnsteig bleibt vorerst kurz

Burgwald: Modernisierung des Haltepunkts Wiesenfeld erst 2022 geplant

Bagger am Haltepunkt Wiesenfeld: Statt der erwarteten Verlängerung des Bahnsteigs auf 100 Meter, sodass dort Triebwagen halten können, wurden bei Streckenausbauarbeiten jetzt lediglich Kabel verlegt.
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Bagger am Haltepunkt Wiesenfeld: Statt der erwarteten Verlängerung des Bahnsteigs auf 100 Meter, sodass dort Triebwagen halten können, wurden bei Streckenausbauarbeiten jetzt lediglich Kabel verlegt.

Der Ausbau des Bahnsteigs in Wiesenfeld an der Bahnstrecke Frankenberg-Marburg lässt auf sich warten. Er ist nun erst 2022 geplant.

Wiesenfeld - Der Haltepunkt Wiesenfeld an der Bahnstrecke Frankenberg-Marburg war der erste, der 2005 vor der großen Streckenmodernisierung modellhaft mit erhöhter Bahnsteigkante und damit barrierefrei auf 55 Meter ausgebaut wurde. Damals war noch nicht abzusehen, dass einmal die Gesamtstrecke nach Korbach und weiter nach Brilon wieder eröffnet und damit das Verkehrsaufkommen wachsen würde. Inzwischen ist er aber der einzige, der in der Länge nicht für die hier ebenfalls haltenden Triebwagen-Doppelzüge ausreicht. Das sollte bereits 2018 durch eine Modernisierung angeglichen werden – aber nichts geschah.

Als jetzt während der kurzzeitigen Streckenstilllegung Bagger und Bauarbeiter anrückten, vermuteten die Anwohner Wiesenfelds, dass nun der Ausbau losgehe. Es wurden jedoch lediglich im Zuge der laufenden Ausbauarbeiten nach Abriss des Stellwerks in Sarnau Kabel für das elektrische Strecken-Sicherungssystem verlegt.

Inzwischen rollt der Zugverkehr auf der Burgwaldbahn wieder von Frankenberg bis Wetter, von wo aus noch bis 31. Oktober Schienenersatzverkehr mit Bussen zwischen Wetter und Marburg vorgesehen ist.

„Die Planungen zur Verlängerung des Haltepunktes Wiesenfeld waren aufgrund von Änderungen im Umweltgesetz zeitintensiv“, berichtete die Pressestelle der Deutschen Bahn (DB) in Frankfurt auf Nachfrage der HNA. „Das entsprechende Baurecht liegt nun vor, und die Finanzierung ist über die neue Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung sichergestellt.“

Gegenstand dieser Vereinbarung sind Maßnahmen, die der Erhaltung und Verbesserung des Zustands der Schienenwege des Bundes dienen. Das sind zum einen Ersatzinvestitionen, die nicht Gegenstand des Bedarfsplans für die Schienenwege sind, und zum anderen Maßnahmen der Instandhaltung. Wie der Bahnsprecher mitteilte, sei nun der Ausbau des Haltepunktes Wiesenfeld für 2022 vorgesehen. Dazu werde aber eine erneute Sperrung der Strecke nicht notwendig sein.

Ende der Bahnsteigkante: Von hier aus soll 2022 der Bahnsteig am Haltepunkt Wiesenfeld auf 100 Meter Länge erweitert werden.

Geplant ist, dass dann der Haltepunkt Wiesenfeld auf eine Gesamtlänge von 100 Metern Länge barrierefrei ausgestattet wird. Dazu soll der vorhandene alte, 38 Zentimeter hohe Bahnsteigteil, der derzeit in einem schlechten Zustand ist, zurückgebaut und ebenfalls auf eine Einstiegshöhe von 55 Zentimeter optimiert werden. Schon jetzt gibt es im renovierten Teil ein Wegeleitsystem für Sehbehinderte mit Lautsprecheransage.

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