Frankenberg

Bank bekommt kleineren Aufsichtsrat

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- Frankenberg (sr). Der Allendorfer Hans-Helmut Michel wurde am Dienstagabend mit dem Ehrenbrief des Deutschen Genossenschaftsverbandes ausgezeichnet. Er wurde während der Vertreterversammlung mit Heinz Werner aus dem Aufsichtsrat verabschiedet.

Seit drei Jahrzehnten engagierte sich Michel für das Genossenschaftswesen. Seit 1981 war er Aufsichtsratsvorsitzender der damals noch selbständigen Raiffeisenbank Ellershausen-Dainrode. 1995 erlebte er die Fusion mit der Raiffeisenbank Frankenau-Löhlbach und leitete deren Aufsichtsrat bis zum Zusammenschluss mit der Frankenberger Bank im Jahr 2000. Danach gehörte Michel dem Aufsichtsgremium als Mitglied an. Er wurde vor fünf Jahren für sein ehrenamtliches Engagement bereits mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet. Neben ihm schied nach Erreichen der Altersgrenze auch Heinz Werner aus Berghofen aus dem Aufsichtsrat aus, der seit 1982 in Laisa, Allendorf und Frankenberg Mitglied war. Die Vorstandsmitglieder Dieter Ohlsen und Ralf Schmitt schlossen sich mit einer Würdigung der Verdienste und kleinen Präsenten an.

Der Abteilungsleiter des Genossenschaftsverbandes in Frankfurt, Jürgen Beck, stellte die Aufgaben des Aufsichtsrates und ihre Bedeutung vor. „Sie sollen eine Brücke zwischen den Mitgliedern und der Genossenschaft schlagen“, sagte Beck. Er betonte, dass das Ziel der Genossenschaftsbanken die Mitgliederförderung, nicht die Gewinnmaximierung sei. Dem Aufsichtsrat der Frankenberger Bank gehören künftig nur noch zehn Mitglieder an. Wiedergewählt wurden Heinrich Hofmann aus Birkenbringhausen, Werner Raabe aus Rennertehausen und Manfred Sommer aus Bottendorf.

Die Vertreter beschlossen bei zwei Gegenstimmen eine Satzungsänderung der Genossenschaft: Bei Ausscheiden von Mitgliedern müssen künftig Aufsichtsrat und Vorstand der Auszahlung des Genossenschaftsguthabens zustimmen. Durch Änderungen des Genossenschaftsgesetz war diese Klausel notwendig, damit die 4,5 Millionen Euro Mitgliedereinlagen auch weiterhin zum haftenden Eigenkapital der Genossenschaft gehören.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Samstag, 25.Juni

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