Battenberg

Bank überfallen – Angestellter verfolgt Räuber

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- Battenberg (jos). Schock am frühen Morgen: Die Hauptstelle der Battenberger Sparkasse hat am Donnerstag noch keine Stunde geöffnet, als gegen 8.45 Uhr ein maskierter Mann den Schalterraum betritt. Mit einer schwarzen Pistole bedroht er die Angestellten der Bank und fordert sie auf, ihm Bargeld zu geben.

Insgesamt acht Mitarbeiter und eine Kundin halten sich zu diesem Zeitpunkt in dem Gebäude auf. Die Angestellten befolgen die Anweisungen des Bankräubers und händigen ihm Geld aus. Eine Summe nennt die Polizei vorerst nicht. Der Maskierte steckt seine Beute in einen beigen Leinenbeutel, der einen farbigen Aufdruck hat. Er verlässt den Schalterraum und rennt los. Kaum ist der Mann durch die Tür, nimmt ein Mitarbeiter der Sparkasse die Verfolgung auf. Zu Fuß flieht der Bankräuber über die Hauptstraße und weiter durch die Eselsgasse in Richtung Battenfeld. Obwohl der Räuber bewaffnet ist, setzt der Sparkassen-Mitarbeiter die Verfolgung bis in die Ortslage von Battenfeld fort. Über mehrere Kilometer lässt der Angestellte den Kriminellen nicht aus den Augen. Doch in Battenfeld verliert sich die Spur des Flüchtigen. Die Polizei konzentriert sich in ihrer Fahndung daraufhin zunächst auf die Ortslage von Battenfeld. Da allerdings nicht auszuschließen ist, dass der Räuber seine Flucht mit einem Fahrzeug fortgesetzt hat, dehnen die Polizisten die Suche rasch aus. Allein aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg beteiligen sich laut Polizeisprecher Volker König mehr als 20 Beamte an der Fahndung, darüber hinaus werden auch Kollegen aus Marburg-Biedenkopf sowie aus den benachbarten Landkreisen in Nordrhein-Westfalen in die Suche eingebunden. Schon kurze Zeit nach dem Überfall fliegt ein Hubschrauber das Gebiet um Battenberg und den Allendorfer Ortsteil Battenfeld ab, am Boden kommt zudem ein Suchhund zum Einsatz. Doch bis zum Abend bleiben alle Fahndungsmaßnahmen ohne Erfolg, der Täter ist weiterhin flüchtig. Genaue Beschreibung Die Polizei hofft nun auf Hinweise aus der Bevölkerung. Mit einem Foto aus der Überwachungskamera im Schalterraum der Bank suchen die Beamten öffentlich nach dem Täter. Darüber hinaus gibt es eine recht genaue Beschreibung des Bankräubers: Er soll 18 bis 30 Jahre alt und 165 bis 170 Zentimeter klein sein. Der Räuber ist schlank und trägt die Haare kurz. Bei dem Überfall hat er Hochdeutsch ohne Akzent gesprochen. Bekleidet war er mit einer ¾-langen, khakifarbenen Hose, dunklen Socken, weißen Turnschuhen und mit einer dunklen Regen- oder Sportjacke. Auf dem Kopf trug er ein beigefarbenes Basecap, das Gesicht war mit einem schwarzen Tuch vermummt. Wer Hinweise zu dem Täter geben kann, der wende sich an die Kriminalpolizei in Korbach unter der Rufnummer 05631/9710 oder an jede andere Polizeidienststelle. Eindringlich warnen die Beamten davor, sich dem Flüchtigen zu nähern: „Vorsicht, der Täter ist bewaffnet! Nicht an ihn herantreten, sondern sofort die Polizei über Notruf 110 verständigen“, heißt es in der Pressemitteilung der Polizei.

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