Die „dunkle Jahreszeit“ ist offensichtlich Kneipenzeit: Gleich zwei Neueröffnungen in Frankenberg

Ein „Baron" begrüßt im alten „Barrock"

Neuer Geschäftsbetrieb in einem altehrwürdigen Haus. Die beiden Jungunternehmer Eugen Eirich aus Battenberg und Viktor Jung aus Frankenberg haben in den Räumen des früheren „Barrock“ im ehemaligen Goßberghotel die Bar „Baron“ eröffnet.

Frankenberg - Während Hauseigentümer Hans-Peter Schlichterle nach wie vor auf der Suche nach einem Betreiber für den "Klimperkasten" ist, hat im früheren "Barrock" im Goßberghotel am vergangenen Wochenende die Bar "Baron" eröffnet. Den Betrieb wieder auf nimmt nächsten Freitag der "Struwwelpeter" auf dem Obermarkt.

Eugen Eirich ist begeistert. Am Freitag hat der Battenberger gemeinsam mit seinem Kompagnon Viktor Jung erstmals die Türen des „Baron“ in der Goßbergstraße geöffnet. Und die Gäste kamen prompt in Strömen. „Es ist sehr gut angelaufen“, berichtet er auf Anfrage von WLZ-FZ. „Die Leute waren sehr zufrieden, das Ambiente gefällt ihnen gut.“

Bühne für junge Künstler

In den vergangenen Wochen hatten die Jungunternehmer kräftig die Pinsel geschwungen, neue Trennwände eingezogen und dem seit Monaten leer stehenden „Barrock“ eine neue Atmosphäre eingehaucht. Dieses Wochenende bleibt die Bar jedoch noch einmal geschlossen. „Es gibt noch Probleme mit der Konzession“, hat Eirich erfahren. Die Genehmigung will er sich heute bei der Stadt holen.

Nach der kurzen Zwangspause wollen Eirich und sein Partner dann durchstarten: „Mit einem Bistro-mäßigen Konzept“, berichtet der 32-Jährige. „Wenn unsere Küche fertig ist, soll es auch kleine Gerichte bei uns geben.“ Geöffnet haben soll die Kneipe vier Tage in der Woche: donnerstags bis sonntags. „Wir wollen Karaoke anbieten, auch Rock-Konzerte sind geplant.“ Außerdem sei es ihm ein Anliegen, jungen Künstlern aus der Region eine Plattform für Auftritte zu bieten. „Wir laden Leute ein, die sich singend präsentieren wollen. Und auch Talente, die noch nicht so weit sind, dass sie ein eigenes Konzert auf die Beine stellen können, sind bei uns willkommen. Denn wir haben ja auch mal klein angefangen.“ In einer anderen gastronomischen Einrichtung hat Eirich Erfahrungen gesammelt, der „Baron“ ist allerdings nicht sein einziges Standbein. Er führt eine Firma, die sich auf Baumontage spezialisiert hat.

Juke-Box und Live-DJs

Schon vor der offiziellen Neueröffnung viel Zuspruch erfährt der „Struwwelpeter“, den das Hotel „Die Sonne Frankenberg“ am Freitag, 19. Oktober, wieder zum Leben erwecken will. Über das soziale Netzwerk „Face­book“ wurden in den vergangenen Tagen Einladungen verschickt, und viele Frankenberger hätten sie bereits angenommen, erläutert Marketingdirektor Michael Lemke auf WLZ-FZ-Anfrage. „Das ist ein tolles Zeichen.“ Ohnehin hätten viele Gäste, vor allem des Bistros „Philippo“, während der Sommerpause kundgetan, „dass sie den ,Struwwelpeter‘ vermissen“. Jetzt, mit Beginn der dunkleren Jahreszeit, öffne das Abendlokal auf dem Obermarkt, Ecke Pferdemarkt wieder jeden Freitag und Samstag, „mit dem altbekannten Konzept“. In dem Kellergewölbe sollen laut Lemke künftig noch häufiger Live-DJs Platten auflegen und für gute Stimmung sorgen. Da die Mottopartys in der Vergangenheit gut angenommen worden seien, soll es diese auch künftig wieder geben. Zum Start heißt es deshalb „Black & White“.

Kein Vertragsabschluss

Trotz der anders lautenden Gerüchte hat Hans-Peter Schlichterle noch keinen neuen Betreiber für den „Klimperkasten“ in der Straße „Auf der Heide“ gefunden. Es habe zwar zwei, drei Interessenten gegeben, zu einem Vertragsabschluss ist es aber nicht gekommen. Auch die Brauerei und der Getränkelieferant, an die das Lokal gebunden ist, haben sich auf die Suche nach einem Nachfolger für Herbert Salzmann gemacht, der den Irish Pub aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste. „Es wird sich aber etwas tun.“

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