Nationalpark will Kellerwald für Menschen mit Behinderungen erlebbar machen

Barrierefrei bis zur Quernst-Kapelle

Die stellvertretende Leiterin des Nationalparks Jutta Seuring am neuen Weg, der den Hauptweg mit der Quernst-Kapelle verbindet. Dadurch ist das Kirchlein nahe Frankenau nun auch für Rollstuhlfahrer zu erreichen. Foto: Andrea Pauly

Frankenau - Im Nationalpark Kellerwald-Edersee gibt es 51 Hügel und Berge - nicht gerade perfekte Voraussetzungen für Menschen mit Behinderungen und Familien, die mit Kinderwagen unterwegs sind. Die Quernst hingegen ist jetzt barrierefrei.

Die Quernstkapelle ist nun auch mit Rollstühlen, Rollator oder Kinderwagen zu erreichen. Ein neuer, schmaler Weg mit wassergebundener Decke führt in leichten Kurven vom Hauptweg leicht bergan zum Eingang der Kapelle. „Für Selbstfahrer ist das schon noch anstrengend“, sagt die stellvertretende Leiterin des Nationalparks, Jutta Seuring, „aber die meisten kommen sowieso mit einer Begleitperson.“ Sie freut sich darüber, dass die Kapelle nun auch für Menschen mit Behinderung zugänglich ist. Bisher konnten sie lediglich mit der Kutsche in die Nähe der Kapelle fahren, den Gebetsraum über den Wanderpfad aber nicht erreichen.

Auch der Infopavillon und die Ökotoilette direkt am Hauptweges an der Quernst sind nun mit Rollis befahrbar.

Einen weiteren barrierefreien Weg gibt es bereits von der Himmelsbreite zum Hagenstein. „Es gibt nur ganz wenige Wege im Nationalpark, die eine so geringe Steigung haben“, betont Jutta Seuring. „Da ist es nur logisch, diese Wege auch für diese Zielgruppe zu erschließen.“ Die 51 Hügel und Berge im Nationalpark könne man schließlich nicht wegdiskutieren.

Von Andrea Pauly

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