Neue Frankenberger Kreisgeschäftsstelle

Barrierefreiheit für Besucher des VdK

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Kreistagsabgeordneter Hermann Hirth, Bürgermeister Rüdiger Heß, die VdK-Vorstandsmitglieder Marita Göbel, Horst Gunesch, Ursula Breuer, Bernhard Jitschin und Gerlinde Albath sowie Landtagsabgeordnete Daniela Neuschäfer (von links) freuen sich über die Barrierefreiheit der neuen VdK-Kreisgeschäftsstelle.

Frankenberg - Der VdK-Kreisverband ist umgezogen: Die neue Geschäftsstelle in der unteren Fußgängerzone ist barrierefrei, hell und bietet viel Platz für umfassende Beratungen.

Als der VdK-Kreisverband noch am Obermarkt residierte, lag die Geschäftsstelle im Herzen der Stadt. Nur war dieses Herz für Menschen mit Behinderung schwer zugänglich: Das Pflaster der Altstadt stellt für Rollstühle, Kinderwagen und Menschen mit Krücken eine große Hürde dar - eine noch größere war die Stufe hinein in die Räume des VdK. „Und 45 Prozent unserer Mitglieder sind Menschen mit Behinderung“, erinnerte die VdK-Kreisvorsitzende gestern.

Umzug in Bahnhofstraße

Deshalb sei 2013 der Entschluss gefallen, umzuziehen. Seit vier Monaten bereits arbeitet das Vorstandsteam um Ursula Breuer mit den beiden Assistentinnen Heidrun Finger und Tina Gerke in der Bahnhofstraße 23 - direkt gegenüber der Einkaufskinderbetreuung. Und auch wenn noch einige kleine Arbeiten zu erledigen seien - Breuer bat Bürgermeister Rüdiger Heß etwa um Leitstreifen für Sehgeschädigte und um einen Behindertenparkplatz - wurden die neuen Räume gestern offiziell in Betrieb genommen.

Ursula Breuer betonte, wie wichtig der Gedanke der Barrierefreiheit für den Umzug gewesen sei. Auch wenn bereits 1994 ein Gesetz für die Durchsetzung der Barrierefreiheit erlassen wurde, sei bis heute zu wenig geschehen. Auch in öffentlichen Einrichtungen und ebenso bei Arztpraxen mangele es an Sensibilität. „Der Kreisverband ist heute einen ersten Schritt gegangen“, freute sie sich.

Bürgermeister Rüdiger Heß lobte diesen ersten Schritt. Er betonte, dass bei den beiden Großprojekten - Bahnhof und Fußgängerzone - das Thema Barrierefreiheit ebenfalls eine große Rolle spiele. Beim Bahnhof sei dies leichter, als in der Fußgängerzone: „Wir werden es nicht hinkriegen, alle Geschäfte barrierefrei anzubinden“, sagte er. Er erinnerte auch daran, dass Frankenberg, wie es der Name sagt, am Berg liege: Nicht jeder Weg sei barrierefrei zu gestalten.

Horst Gunesch aus dem Bezirksvorstand des VdK lobte den Umzug als einen richtigen Schritt auf die Mitglieder zu. Derzeit hat der Kreisverband gut 4000 Mitglieder - „und ich bin mir sicher, dass die neuen Räume dazu beitragen, dass die Mitgliederzahl steigt“, sagte er. Nun sei es noch leichter zu vermitteln, was der VdK zu bieten habe. Der starke Anstieg der Beitrittszahlen - gerade junger Mitglieder - belege das Interesse am Sozialverband.

Glückwünsche überbrachten unter anderem die Landtagsabgeordnete Daniela Neuschäfer und Hermann Hirth für den Landkreis.

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