Basdorf: Motordrachenflieger stürzt ab - Pilot schwer verletzt

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Basdorf: Motordrachen-Flieger stürzt ab - schwer verletzt

Basdorf. Ein 59 Jahre alter Motordrachenflieger ist am Freitagabend bei Basdorf auf ein Feld gestürzt. Bei dem Unglück zog sich der erfahrene Pilot aus Vöhl schwere Verletzungen zu.

Feuerwehrleute befreiten den Mann, der per Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen wurde.

Der Mann war am Freitag gegen 18.30 Uhr von einem Feld oberhalb des Basdorfer Maislabyrinths gestartet und offenbar schon wenig später am Rand eines Ackers abgestürzt - "der Pilot sagte, er habe keine Höhe mehr bekommen", erklärte der Basdorfer Landwirt Christian Höhle. Höhle war mit seinem Mercedes Transporter gerade von einem Feldweg in einen anderen abgebogen, als der Motordrachen keine fünf Meter von ihm entfernt abstürzte. Das Fluggerät verfehlte den fahrenden Transporter nur knapp.

Basdorf: Motordrachen-Flieger stürzt ab - schwer verletzt

"Es gab einen lauten Schlag neben mir, und dann sah ich den Schirm neben mir auf dem Feld liegen", sagte der Basdorfer. Er sei sofort ausgestiegen, habe nach dem Verunglückten gesehen und den Notruf abgesetzt. Die Rettungsleitstelle alarmierte zunächst den in Sachsenhausen stationierten promedica-Rettungswagen und den Korbacher Notarzt. Die Retter forderten umgehend die Feuerwehr an, weil der schwer verletzte Flieger in den Aufhängungen und Streben des Fluggerätes gefangen war.

Mehr als 20 Feuerwehrleute aus Basdorf und anderen Vöhler Ortsteilen eilten zur Absturzstelle und befreiten den 59-Jährigen aus seiner misslichen Lage. Dabei ging es darum den Verunglückten, der mehrere Frakturen am ganzen Körper erlitten hatte, möglichst schonend zu befreien. Der Korbacher Notarzt forderte wegen der Schwere der Verletzungen über die Leitstelle einen Rettungshubschrauber an. Weil die Kasseler Maschine Christoph 7 im Einsatz war, übernahm die Crew des Göttinger Hubschraubers Christoph 44 den Einsatz.

Während die bodengebundenen Rettungskräfte den Verletzten bereits im RTW versorgten, setzte der Pilot auf einem angrenzenden Wirtschaftsweg zur Landung an. Hubschrauber-Notarzt und Rettungsassistent behandelten den Schwerverletzten ebenfalls, bevor der Patient zum Lufttransport in eine Klinik umgelagert wurde. Lebensgefahr besteht bei dem Verletzten nicht. Genaue Angaben zur Unglücksursache lagen zunächst nicht vor.

Der Vöhler Gemeindebrandinspektor und Einsatzleiter Berthold Schreiber erinnert sich nicht daran, dass die Vöhler Feuerwehren schon einmal einen solchen Einsatz bewältigen mussten. Es zeige sich vor allem in diesem Jahr deutlich, dass die Anforderungen an die Feuerwehrleute bei Einsätzen immer vielseitiger würden. Auch die Zahl an Einsätzen steige weiter an, unterstrich Schreiber.

Quelle: HNA

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