Battenberger begrüßen Entscheidung des Papstes

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Besuch in Battenberg: Bischof Tebartz-van Elst spendete Jugendlichen im Jahr 2008 das Sakrament der Firmung. Links Pfarrer Michael Vogt aus Biedenkopf.

Limburg/Battenberg. Franz-Peter Tebartz-van Elst wird vorerst nicht als Bischof nach Limburg zurückkehren. Papst Franziskus hat dem umstrittenen Bischof nach der Kostenexplosion beim Neubau des Diözesanzentrums Limburg eine unbefristete "Auszeit" verordnet.

Das Gesamtprojekt soll nach derzeitigem Stand über 30 Millionen Euro kosten. Zurückgetreten ist Tebartz-van Elst allerdings nicht.

Nach gespannter Erwartung begrüße er die Entscheidung des Papstes, sagte Lutz Klein vom Verwaltungsrat der katholischen Gemeinde Battenberg, die zum Bistum Limburg gehört, der HNA. "Das Vertrauensverhältnis ist so gestört, dass eine Zusammenarbeit eigentlich nicht mehr vorstellbar ist", sagte Klein, der auch Mitglied im Diözesansynodalrat ist, der den Bischof bei Verwaltungsaufgaben berät.

Darüber hinaus gehört Klein auch dem Diözesankirchensteuerrat an, der die Kirchensteuereinnahmen des Bistums Limburg verwaltet. "Das Kapital eines Bischofs ist das Vertrauen", erklärte Klein weiter. Das Vertrauen zu Gremien und Mitgliedern sei jedoch "tiefgreifend zerstört".

Auf die Frage, wie lange die vom Papst verordnete "Auszeit" seiner Meinung nach dauern werde, sagte Klein, darüber werde sicher erst entschieden, "wenn die Ergebnisse der Untersuchungskommission auf dem Tisch liegen. Ich rechne mit einer Neubesetzung der Bischofsstelle."

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Quelle: HNA

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