Battenberger Jugendbeirat diskutiert über Vereinsangebote

Am Sitzungstisch: Der Jugendbeirat der Stadt Battenberg mit seinem Vorsitzenden Niko Schmidt (hinten Mitte). Stehend dahinter die Sitzungsgäste mit Bürgermeister Christian Klein (rechts). Foto: Arnold

Battenberg. Über Nachwuchsprobleme von Vereinen in der Kernstadt und den Stadtteilen und die Wünsche von Jugendlichen an die Vereine hat der Battenberger Jugendbeirat in seiner zweiten Sitzung diskutiert.

Vorsitzender Niko Schmidt (Frohnhausen) begrüßte dazu im Sitzungssaal des Rathauses nicht nur die jugendlichen Mitglieder aus den Stadtteilen, sondern auch Bürgermeister Christian Klein und einige Stadtverordnete.

Was können oder müssen die Vereine ändern, um für Jugendliche interessanter zu werden? So lautete die Frage im Mittelpunkt der Jugendbeiratssitzung. Pascal Wiest aus Laisa erläuterte, dass diese Frage auch im Laisaer Ortsbeirat besprochen wurde und er als Jugendbeiratsmitglied vom Laisaer Ortsvorsteher Jörg Paulus gebeten worden war, das Thema mit in den Jugendbeirat zu nehmen.

Es wurde ausgiebig diskutiert. „Erreichen die Vereine die Jugendlichen überhaupt noch über die Zeitungen, wäre da Facebook nicht angebracht“, fragte Chiara Röse. „Interessiert das Vereinsangebot die jugendlichen überhaupt?“, lautete ein anderter Einwurf. Unterstützung bekamen die Jugendlichen hier auch von den Gästen. Bürgermeister Christian Klein regte an, Vereine und Schulen zu kontaktieren und Wünsche offenzulegen. Der Jugendbeirat fasste nach weiteren Diskussionen den Beschluss, einen Fragebogen zu entwerfen und damit die Schulen und Vereine der Stadt Battenberg und den Stadteilen zu kontaktieren.

Der zweite Tagesordnungspunkt behandelte eine mögliche Zusammenarbeit mit der Jungen Union (JU) Frankenberg. Jugendbeiratsvorsitzender Niko Schmidt informierte über seinen Kontakt mit der JU und stellte die Frage: „Wollen wir die mal zu uns einladen?“ Von den Beiratsmitgliedern wurde dies heftig diskutiert: „Ich weiß nicht, ob das so gut ist“ oder „Wir müssen unabhängig bleiben“ waren deren Einwände. Auch hier ebnete der Bürgermeister den Jugendlichen den Weg: „Ihr könnt ja nacheinander mal alle Jugendorganisationen der Parteien einladen.“

FDP-Stadtverordneter Siegfried Franke gab den Hinweis, sich doch einmal die Arbeit des Jugendparlaments im Landkreis Marburg-Biedenkopf anzusehen, und Wolfram Mattner, einer der Initiatoren des Jugendparlaments, bremste ein wenig und sagte: „Ihr müsst aufpassen, nicht zu viel auf einmal zu wollen, und Zeit finden, euch öfters zu treffen.“

Unter Verschiedenes wurde die Situation der Jugend in Dodenau angesprochen, wo der Jugendclub weiter geschlossen bleiben muss. Bürgermeister Klein informierte dazu, dass man hier bei der Frage eines geeigneten Raumes auch neue Wege mit der Kirchengemeinde gehen wolle und merkte an: „Die Jugendlichen müssen jetzt die Suppe auslöffeln, die andere angerichtet haben, und dabei wollen wir helfen.“

Von Willi Arnold

Quelle: HNA

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