Symposium vom 3. bis 8. September in der Innenstadt

Battenberger Kunstweg startet mit Arbeiten von Holzbildhauern

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Laden ein zum Holzbildhauer-Symposium: Marlit Peikert und Beat Hodel aus Frohnhausen. 

Battenberg. „Es soll ein Paukenschlag werden, um auf den Kunstweg hinzuweisen.“

Auf diesen Nenner bringt Marlit Peikert das Holzbildhauer-Symposium, das vom 3. bis 8. September auf fünf ehemaligen Bauernhöfen entlang der Marburger Straße in Battenberg stattfinden wird.

„Nicht an einem Seeufer oder auf einer Waldlichtung, sondern mitten in der Stadt“, sagt Beat Hodel, der für die Gesamtorganisation des Kunstweges verantwortlich zeichnet.

Eine Woche lang – von Montag bis Samstag – kann man renommierten Holzbildhauern bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. Die Kettensäge ist das wichtigste Werkzeug der Künstler Thomas Putze (Stuttgart), HWP Diedenhofen (Neckartenzlingen), CW Loth (Freiburg), Astrid E. Müller (Kassel) und Johannes Hepp (Freiburg). Aber auch Holzhammer und Stechbeitel werden zum Einsatz kommen, wenn auf den Höfen der Marburger Straße 4 bis 35 ganze Baumstämme bearbeitet werden.

Auf dem „roten Platz“ in Battenberg, vor einer Fahrschule in der Hauptstraße, wird es eine Ausstellung mit kleineren Kunstwerken geben. Das aufgesprühte Logo des Battenberger Kunstweges wird den Besuchern den Fußweg zu den beteiligten Höfen weisen.

„Alle Künstler werden von Mitgliedern des Kunstvereins Battenberg privat untergebracht“, erklärt Marlit Peikert. Jeweils von 10 bis 18 Uhr werden die Künstler auf den Höfen – jeder für sich – arbeiten, mittags werden sie vom „Alt Battenberg“ verpflegt. An jedem Abend soll es einen „Säge-Hock“ mit Bier, Mineralwasser und Kleinigkeiten zu essen geben,

„Die Menschen sollen mit den Künstlern ins Gespräch kommen“, sagt Marlit Peikert. Führungen soll es für Schulen, Kindergärten und Senioreneinrichtungen geben. „Das Symposium soll ein schönes, künstlerisches Spektakel werden. Ein kultureller Höhepunkt des Sommers, der hoffentlich auch viele Gäste nach Battenberg lockt“, sagt Hodel.

Eröffnet wird das Holzbildhauer-Symposium am Montag, 3. September, um 11 Uhr von Bürgermeister Christian Klein. Die Finissage mit Übergabe der Kunstwerke durch Kurator Dr. Christoph Schneider an die Stadt Battenberg ist für Samstag, 8. September, um 16 Uhr vorgesehen.

Später sollen die Kunstwerke ihren Platz entlang des geplanten Battenberger Kunstweges finden, der auf einer Länge von zwölf Kilometern die Stadtteile Battenberg, Berghofen und Laisa verbinden wird.

Das Konzept des von den Stadtverordneten beschlossenen und mit Leader-Mitteln der Region Burgwald-Ederbergland geförderten Kunstweges sieht vor, auch die weiter entfernten Stadtteile Frohnhausen und Dodenau über Kunstwerke oder einen Kunst-Radweg einzubinden.

20.000 Euro hat die Stadt Battenberg bereit gestellt, um die fünf Künstler für eine Woche in die alte Bergstadt zu holen. „Das ist relativ günstig“, sagt Marlit Peikert. „Kunst kann sich nicht selbst finanzieren, sie muss subventioniert werden“, erklärt Beat Hodel, der sich mit Verweis auf den Waldskulpturenweg zwischen Bad Berleburg und Schmallenberg sowie das Projekt „Arte Sella“ bei Bozen in Südtirol von diesem „nicht alltäglichen Projekt“ nachhaltige Impulse für den Fremdenverkehr verspricht.

Quelle: HNA

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