Kreisverband baut für 650.000 Euro an der Schulstraße

DRK beginnt mit Bauarbeiten für neue Rettungswache in Allendorf

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Spatenstich für die neue Rettungswache in Allendorf: Vorn mit Spaten DRK-Kreisvorsitzender und Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese, daneben mit Plan: DRK-Kreisgeschäftsführer Christian Peter und Architekt Oliver Sachs. 

Allendorf/Eder. An der Schulstraße in Allendorf, unweit des Kreisels zum Baugebiet Homberg, baut der DRK-Kreisverband Frankenberg für 650.000 Euro eine neue Rettungswache.

Mit einem symbolischen Spatenstich sind die Arbeiten am Freitag angelaufen. Bereits zum 1. Januar soll die neue Rettungswache ihren Betrieb aufnehmen. 

Es geht um die Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Hilfsfrist von zehn Minuten: Innerhalb dieser Zeit, gerechnet vom Eingang des Notrufes bei der Leitstelle, muss qualifizierte Hilfe vor Ort sein. Weil es an einigen Stellen klemmte, wurden im Landkreis zusätzliche Rettungswachen gebaut. Beispielsweise in Herzhausen und Gemünden-Lehnhausen.

Eine Besonderheit gibt es nach den Worten des Ersten Kreisbeigeordneten und DRK-Vorsitzenden Karl-Friedrich Frese im Oberen Edertal: Dort wird die bestehende Rettungswache in Laisa aufgegeben und nach Holzhausen verlegt, in Allendorf wird nun eine zusätzliche Wache gebaut. Das hatte nicht nur für Begeisterung gesorgt, weil sich auch die Gemeinde Bromskirchen Hoffnung gemacht hatte, Standort dieser Rettungswache zu werden.

Man habe zunächst an den Bereich Dienstleistungszentrum/Bauhof als Standort für die Rettungswache gedacht, sagte der Allendorfer Bürgermeister Claus Junghenn. Dieser Standort sei jedoch „kostenmäßig nicht darstellbar“ gewesen. „Es kam auch auf jede Sekunde an“, so Junghenn weiter. So habe man schließlich an der oberen Schulstraße einen „guten Standort gefunden“.

Nach dem Betreuten Wohnen sei die neue Rettungswache der „zweite Baustein, den wir in Allendorf setzen“, sagte DRK-Kreisgeschäftsführer Christian Peter. Die neue Wache werde nach den neuesten Vorgaben gebaut und sei „beinahe eine 1:1-Kopie“ der Wache in Lehnhausen. Das Projekt in Allendorf werde voraussichtlich etwas günstiger, weil dort zum Beispiel ein Kanalanschluss vorhanden sei.

Architekt Oliver Sachs geht davon aus, dass die neue Wache – wie von Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick gefordert – zum 1. Januar 2019 ihren Betrieb aufnimmt. „Es entstehen helle, funktionale Räume“, versprach Oliver Sachs. Der Zugang erfolge ebenerdig und barrierefrei.

Die beiden anwesenden Landtagsabgeordneten Dr. Daniela Sommer und Claudia Ravensburg begrüßten die Investition. „Wir brauchen eine gute medizinische Versorgung im ländlichen Raum. Der Standort hier ist absolut gut gewählt“, sagte Claudia Ravensburg,

Quelle: HNA

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