Sanierung des Frankenauer Friedhofs

Baubeginn noch dieses Jahr

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Architekt Hendrik Pape (r.) und Bauamtsleiter Thomas Tönges erläuterten am Dienstagabend die geplante Sanierung der Frankenauer Friedhofskapelle.Foto: Frank Seumer

Frankenau - Die Frankenauer Friedhofskapelle soll saniert werden. Am Dienstag informierten sich der Bauausschuss, der Magistrat und der Ortsbeirat sowie interessierte Bürger über die Pläne von Architekt Hendrik Pape.

Ein neues Dach, neue Fenster, gepflasterte Wege und eine größere Urnenwand - der Frankenauer Friedhof mit der Kapelle soll ein neues Gesicht bekommen. Vor Ort diskutierten rund 30 Frankenauer am Dienstag über die Notwendigkeit und Ausführung der Maßnahmen, die aus dem Landesprogramm „Stadtumbau“ mit 70 Prozent gefördert werden.

Architekt Hendrik Pape und Bauamtsleiter Thomas Tönges erläuterten, dass die Planung in zwei Bauabschnitte aufgeteilt wurde. Der erste Teil umfasst die Sanierung der Friedhofskapelle und die Neugestaltung der Wege auf dem Friedhof. Dazu gehört die Neueindeckung des undichten Daches mit Titanzink-Stehfalz. Die Außenfassade der Kapelle soll einen neuen Putz erhalten. Die undichten Fenster an beiden Seiten werden ausgetauscht und durch eine Pfosten-Riegel-Konstruktion aus Holz ersetzt. Öffnungen erlauben künftig auch eine Querlüftung. Im Innenraum wird der Putz teilweise erneuert. Das kleine Walmdach vor dem Westeingang wird durch ein Flachdach in Dreiecksform ersetzt.

Zum ersten Bauabschnitt gehört auch die Sanierung der Wege. Die Asphaltdecke ist an vielen Stellen rissig und durch Baumwurzeln aufgewölbt. Künftig sollen alle Wege gepflastert sein. Leichte Verlegungen des Wegeverlaufes führen zu einer klareren Struktur. Pape will an drei Kreuzungen auch Sitzplätze schaffen und Bäume pflanzen. Der erste Bauabschnitt ist wegen der beantragten Förderung auf Baukosten von 135?000 Euro begrenzt. Mit den Arbeiten soll noch in diesem Jahr begonnen werden, die Ausschreibungen und Aufträge sollen schon in Kürze herausgehen. In einem zweiten Bauabschnitt ist die Erweiterung der Urnenwand auf acht Meter geplant.

Sie dient gleichzeitig als Auflage für ein vergrößertes Flachdach von rund 40 Quadratmetern, das Gästen von Trauerfeiern Regenschutz bietet. Der Weg um die Kapelle herum wird nach Süden verlegt. Diese Maßnahmen müssen von der Stadt selbst finanziert werden und sollen je nach Kassenlage umgesetzt werden. Einige Kommunalpolitiker stellten die Erweiterung der Urnenwand in Frage, da die bisherigen Plätze noch nicht voll belegt seien. Auch die Ausführung der Wege mit Pflaster stieß vereinzelt auf Kritik.

„Wir wollen den Friedhof sanieren und nicht total umgestalten“, betonte Pape und verwies auf vorhandene Schäden und Handlungsbedarf. Er hoffe auf eine möglichst kurze Bauzeit, da die Beerdigungsfeiern weiterhin in der Friedhofskapelle abgehalten werden müssen. Der Erste Stadtrat Norbert Geisler hatte in das Thema eingeführt, das bereits in der Stadtverordnetenversammlung diskutiert wurde. Der Vorsitzende des Bauausschusses Heiko Backhaus beantwortete viele Fragen. (sr)

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