65-jähriger Vöhler war 23 Jahre lang an Verbandsspitze

Bauernverband Frankenberg verabschiedet Vorsitzenden Heidel

Mehr Zeit für die Familie: (vorne) Der verabschiedete Vorsitzende des Kreisbauernverbandes Heinrich Heidel (3. von links) mit (von links) Stephanie Wetekam vom Kreisbauernverband Waldeck, Monika Heidel, Amtsnachfolger Olaf Fackiner, Bauernpräsident Karsten Schmal und Geschäftsführer Matthias Eckel. 

Waldeck-Frankenberg. Heinrich Heidel aus Vöhl ist am Freitag offiziell als Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Frankenberg verabschiedet worden. Sein Nachfolger Olaf Fackiner war bereits im Herbst gewählt worden.

Als „bodenständig, bescheiden und niemals abgehoben“, bezeichnete der Präsident des Hessischen Bauernverbandes, Karsten Schmal, Heinrich Heidel in seiner Laudatio während des Neujahrsempfangs der Kreisbauernverbände Frankenberg und Waldeck im Altenlotheimer Bürgerhaus. Vor rund 100 Gästen wurde der Vöhler Landwirt und ehemalige Abgeordnete des Hessischen Landtags dort jetzt offiziell aus seinem Amt als Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Frankenberg verabschiedet, das er mehr als 23 Jahre bekleidet hatte.

Heinrich Heidel sei jemand, der nicht nur über Probleme spreche, sondern jemand, „der sie anpackt, Lösungsvorschläge entwickelt und zwar ohne großes Getöse, aber wirkungsvoll“, betonte Schmal. „Dies Eigenschaften zeichnen dich besonders aus, gepaart mit Verlässlichkeit und Durchhaltevermögen“, so der Präsident, der Heidel sichtlich bewegt auch ganz persönlich dafür dankte, dass er ihm bei seiner Karriere geholfen habe.

Der Vöhler Heinrich Heidel sei eines der Gesichter der Landwirtschaft im Landkreis und auch in ganz Hessen, formulierte der Erste Kreisbeigeordnete Karl-Friedrich Frese, und dankte für das jahrzehntelange ehrenamtliche Wirken. „Es ist ja allenfalls nur ein Abschied auf Raten. Er ist und bleibt einer der Kämpfer für Waldeck-Frankenberg und für Alle“, lobte Frese seinen Kreisausschusskollegen. Der Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes Matthias Eckel , verwies auf das von Heidel aufgebaute Netzwerk, das den Kreisbauernverband nach vorne gebracht habe. Zudem bedankte sich Eckel auch ausdrücklich bei Monika Heidel, der „Frau an seiner Seite“, die alles mitmache und zu Hause „den Laden am Laufen“ gehalten habe.

Die Verabschiedung Heidels aus der „Ersten Reihe“ beim Kreisbauernverband falle nicht leicht. „Du hast unsere Interessen engagiert, zielstrebig und doch unaufgeregt und professionell nach vorne gebracht“.

Heidel dankte seinerseits allen, die ihn in der Zeit begleitet hätten. Es sei ein stetes Geben und Nehmen und kollegiales Miteinander gewesen. Wichtig sei ihm, den Menschen die Landwirtschaft, wieder näher zu bringen. „Wir müssen erklären, was wir machen“, appellierte er. Spontanen Applaus erhielt Heidel für die Forderung, dass „Agrarpolitik wieder auf die Beine gestellt“ werden müsse. „Wissenschaft und Forschung müssen Grundlagen der politischen Entscheidungen sein“. Das Schwierigste in seiner Amtszeit sei gewesen, „als wir im Rahmen des Milchstreiks vor dem Aldi in Frankenberg einige Liter Milch auf den Parkplatz geschüttet haben. Es tat mir in Seele weh dies kostbare Gut zu vernichten, so Heidel gegenüber der HNA.

Zum Abschluss sagte Heidel: „Ich ziehe mich jetzt zurück und werde meinem Nachfolger nicht reinreden. Aber wenn ich gefragt werde, werde ich gerne helfen.“

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