Baukosten Sackpfeife: Irritationen um Aussagen des Rosenthaler Bürgermeisters

Baustelle Sackpfeife: Die Kosten liegen laut Hessen-Mobil in Marburg weiter bei knapp zehn Millionen Euro und haben auch keinen Einfluss auf andere Sanierungsprojekte an Landes- oder Kreisstraßen. Foto: Paulus

Hatzfeld/Biedenkopf/Rosenthal. Für Irritationen in Marburg und Wiesbaden haben Aussagen des Rosenthaler Bürgermeisters Hans Waßmuth gesorgt. Waßmuth hatte erklärt, beim Ausbau der Bundesstraße 253 zwischen Hatzfeld und Biedenkopf im Bereich der „Sackpfeife“ sei ein „Kosten-Fiasko“ entstanden.

Dies habe zur Folge, dass alle anderen Straßenbaumaßnahmen gestrichen worden seien.

Er habe konkret nach dem Endausbau der Strecke zwischen Rosenthal und Roda gefragt und aus dem hessischen Verkehrsministerium die Antwort erhalten, es sei „kein Geld mehr da“.

„Aus heutiger Sicht ist keine Kostenerhöhung bei dem mit 9,78 Millionen Euro veranschlagten Ausbau der Sackpfeife entstanden“, sagte am Freitag Sonja Lecher, Pressesprecherin von Hessen-Mobil in Marburg, auf Anfrage der HNA. Der 2,7 Kilometer lange Streckenabschnitt zwischen Eifa und Biedenkopf wird derzeit mehrspurig ausgebaut. Mit dem Bau von insgesamt drei Brücken - zwei sind in Arbeit - soll die kurvenreiche Strecke sicherer und im Winter für Lkw besser befahrbar werden.

„Die Kosten für den Ausbau der Sackpfeife werden vom Bund getragen, weil es sich um eine Bundesstraße handelt. Die Straße zwischen Rosenthal und Roda ist eine Landesstraße“, erklärte die Sprecherin von Hessen-Mobil. Insofern könne es allein schon wegen der Klassifizierung der Straßen und unterschiedlicher Kostenstellen gar nicht sein, dass Mehrkosten der Sackpfeife - die es bisher nicht gebe - Auswirkungen auf den Ausbau der Straße zwischen Rosenthal und Roda habe. „Da besteht kein Zusammenhang“, betonte Sonja Lecher.

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Von Thomas Hoffmeister

Quelle: HNA

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