Neue Filiale der Energie Waldeck-Frankenberg

EWF baut, Stadt Battenberg profitiert

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Die EWF hat Regina Becker (links) und Sylwia Marczynski neu angestellt. Ab dem 2. Januar stehen sie im Kundenzentrum der Energie Waldeck-Frankenberg im Battenberger Rathaus Rede und Antwort. Nach sieben Jahren Leerstand wird die frühere Dienstwohnung im E

Battenberg - Der Kundenkreis der Energie Waldeck-Frankenberg (EWF) wächst im Oberen Edertal. Der Korbacher Energieversorger reagiert darauf und eröffnet im Januar eine Filiale im Battenberger Rathaus.

Ab dem 2. Januar ist das Kundenzentrum geöffnet, mit dem erstmals die EWF im Frankenberger Land feste Präsenz zeigt. Die Kommunen Battenberg, Hatzfeld und Bromskirchen haben im vergangenen Jahr die Strom- und Gaskonzessionen, also den Betrieb des Versorgungsnetzes, an die EWF vergeben. Knapp die Hälfte aller Kunden sei seitdem zu dem Korbacher Unternehmen gewechselt, sagte Pressesprecherin Heike Bayerköhler. Gemeinsam mit Bürgermeister Heinfried Horsel und EWF-Geschäftsführer Stefan Schaller zeigte sie am Mittwoch das Büro und stellte die beiden neuen Mitarbeiterinnen vor.

Die EWF hat eine neue Stelle geschaffen, die sich Regina Becker aus Berghofen und Sylwia Marczynski aus Battenberg teilen. Sie sind in der EWF-Zentrale in Korbach „angelernt“ worden, um in Battenberg Fragen zu Tarifen, Förderprogrammen und Energiesparen beantworten zu können. In einem zweiten Schritt ziehen im nächsten Jahr Servicetechniker in die frühere Scheune der Neuburg. Die Planungen für die weiteren Umbauarbeiten liefen, sagte EWF-Geschäftsführer Stefan Schaller. Rund 500.000 Euro hat das Unternehmen in den Umbau der früheren Dienstwohnung investiert, die seit dem Ruhestand des städtischen Büroleiters Willi Ernst im Jahr 2005 leerstand.

Von dem Umbau profitieren auch Stadtverwaltung und Bürger: Das Bauamt zieht im Lauf des Jahres in einen weiteren Raum im Erdgeschoss ein. Damit bleiben lange Wege durchs Rathaus erspart. Bürgermeister Heinfried Horsel sprach deshalb von einem „Win-Win-Geschäft“. „Wollen vor Ort präsent sein“ Die EWF habe sich nach mehreren möglichen Standorten umgesehen, sagte Stefan Schaller. „Wir wollen vor Ort präsent sein.“ Das Angebot der Stadt, ins Rathaus einzuziehen, „war das Vorteilhafteste für uns“. Ein weiterer positiver Nebeneffekt für die Stadt: „Durch die Zusammenarbeit ist uns ein Start in die Sanierung der Neuburg gelungen“, sagt Heinfried Horsel. Die Räume würden sinnvoll genutzt. Im Rahmen der Vereinbarung hat sich die EWF außerdem bereit erklärt, eine öffentliche Toilette zu bauen – auch sie ist seit langem gewünscht. Bereits installiert ist eine neue Heizungsanlage: Die Stadt hat den alten Ölkessel gegen einen modernen Gasbrenner ersetzt – ein Versuchsgerät der Firma Viessmann.

Der behindertengerechte Zugang lässt sich nicht wie geplant bauen: Ein Außenaufzug sollte bis in den ersten Stock führen. Aus brandschutzrechtlichen Auflagen wird er nicht gebaut, sagte Horsel. Genehmigt wurde aber ein „kleiner“ Aufzug an erster Stelle, der zumindest die 1,70 Meter vom Hof bis ins Erdgeschoss überwindet: Besucher können damit barrierefrei unter anderem das EWF-Büro, das Bauamt und das Trauzimmer erreichen. Geplant sei ferner ein Durchbruch zum Bürgerbüro mit Zulassungsstelle, erklärte Horsel. Schaller lobte die „angenehme Zusammenarbeit“ zwischen Stadt und EWF. Es sei stets auf dem kurzen Dienstweg nach Lösungen gesucht worden.

Die Öffnungszeiten des Kundenzentrums entsprechen denen der Stadtverwaltung: Montags bis mittwochs von 8.30 bis 12.30 Uhr und 13.30 bis 15.30 Uhr, donnerstags von 8.30 bis 12.30 und 13.30 bis 17.15 Uhr, freitags von 8.30 bis 13 Uhr. Telefonisch erreichbar ist das Kundenzentrum unter der Nummer 06452/931610.

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