Buntestagsabgeordneter auf Sommertour

Begeisterung für Autos und Studium

Bernd Siebert fachsimpelte mit Michael Wichmann (links) über die Oldtimer, die beim Unternehmen „Classic Doc“ restauriert und zum Verkauf angeboten werden.

Frankenberg - "Hochinteressant und tief beeindruckend": Der Bundestagsabgeordnete Bernd Siebert besuchte während seiner Sommertour durch Frankenberg die Außenstelle von "Studium Plus" und das Unternehmen "Classic Doc".

Auf dem Programm des Bundestagsabgeordneten Bernd Siebert standen Besuche bei Firmen und Institutionen in Frankenberg. Nach einem morgendlichen Gespräch mit Bürgermeister Rüdiger Hess informierte sich Siebert in Begleitung einer Delegation der Frankenberger CDU über duale Studiengänge, die in der Frankenberger Außenstelle von „Studium Plus“ angeboten werden.

Dieser Besuch sei schon lange geplant gewesen, sagte Siebert und hob würdigend hervor: „Wenn es diese Einrichtung nicht gäbe, müsste sie erfunden werden.“ Seit elf Jahren bietet die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) in Zusammenarbeit mit Partnerunternehmen und der IHK ein duales Studium in verschiedenen Fachrichtungen an. Die teilnehmenden Unternehmen werden durch das „Competence Center Duale Hochschulstudien Studium Plus“ (CCD) repräsentiert.

Großer Praxisbezug

Die Studiengänge zeichnen sich durch einen großen Praxisbezug aus, wie die Vertreter von THM und CCD betonten. „Es hat sich zu einem Erfolgsmodell entwickelt“, sagte Dr. Uwe Schäkel, Vorsitzender des CCD. Laut Professor Dr. Harald Danne, Leitender Direktor des Zentrums Duales Hochschulstudium, gewinnen duale Studiengänge zunehmend an Bedeutung. Dies zeige sich an der steigenden Anzahl der Studierenden und der Partnerunternehmen. „Doch die Zahlen stellen auch eine Herausforderung dar“, erläuterte Danne. Um die Qualität des dualen Studiums weiterhin zu gewährleisten, müssten etwa noch mehr Firmen in der Region gewonnen werden, die sich als Partner zur Verfügung stellen. Dies betreffe auch den Landkreis Waldeck-Frankenberg. Die Anzahl von derzeit 31 teilnehmenden Unternehmen müsse gesteigert werden.

Politische Unterstützung

„Hierbei könnten wir Unterstützung von Seiten der lokalen Politik gebrauchen“, sagte Schäkel. Die Frankenberger Außenstelle suche mehr Vernetzung zu den Unternehmern. Die Vertreter der CDU-Delegation zeigten sich interessiert daran, diese Hilfestellung zu gewährleisten, etwa durch Gespräche mit Unternehmern. „Es müssten auch noch weitere Unternehmen in die Region geholt werden“, sagte Schäkel. Damit soll den ausgebildeten Fachkräften ein Arbeiten in der Region ermöglicht und die Landflucht gestoppt werden, erläuterte Thomas Müller, Vorsitzender der Frankenberger CDU.

Die Studenten arbeiten während der Semesterferien in den Unternehmen. In der Vorlesungszeit lernen sie je nach Studiengang theoretische Grundlagen. „Das ist eine beachtliche Doppelbelastung, die sie wahrscheinlich später umso leistungsfähiger macht“, vermutete Siebert. Das Konzept bewertete er als „hochinteressant und tief beeindruckend“.Am Nachmittag besichtigte Siebert das Röddenauer Unternehmen „Classic Doc“. Begeistert begutachtete der Bundestagsabgeordnete die Oldtimer, die Michael und Paul Wichmann restaurieren. Für die Restauration benötigen sie etwa zwölf Monate, erklärten sie. Seit einem Jahr bieten sie mit Achim Kessler sowie Tanja Kesper Fahrzeuge zum Verkauf an. An der ursprünglichen Farbe oder der Ausstattung werde nichts verändert. „Ich bin seit meiner Kindheit verrückt nach Autos“, sagte Siebert. Das wurde an seinen Kenntnissen deutlich: Ob Autotyp, Leistung, Baujahr oder Zylinder-Daten - der 62-Jährige kannte sich aus.

Auf Sieberts Programm standen auch die Besichtigung der Liebfrauenkirche und eine abendliche Bürger-Sprechstunde.

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