Gottesdienst in Hatzfeld

Beichten auf der Burg

+

Hatzfeld - Der Gottesdienst auf der Burg stand unter dem Motto "Der Mönch und die Beichte". Chorgemeinschaft und Posaunenchor umrahmten die Feier.

Die Beichte war für die Menschen im Mittelalter von herausragender Bedeutung, da das Leben durch Krankheiten, Hungersnöte und Kriege sehr schnell zu Ende sein konnte. Die Menschen wollten die verbleibende Zeit nutzen, um sich gut auf den Tod vorzubereiten. Die Kirche hatte ein drastisches Bild davon gezeichnet, wie Höllenqualen aussahen. Nur die Beichte konnte die Menschen von ihren Sünden befreien.

Wenn die Menschen die Möglichkeit hatten, beichteten sie ihre Sünden am liebsten einem Mönch, von dem man wusste, dass er danach weiterziehen würde.

So beichteten die Magd Sylvia dem Bettelmönch Klaudius während des Gottesdienstes ihre Faulheit und ihren Ungehorsam gegenüber ihrem Bauern, ein Pfarrer beichtete seine Völlerei und ein Adliger seine Unzucht mit verschiedenen Bediensteten. Spontan folgten zwei Beichten von Gottesdienstbesuchern, die viel Heiterkeit hervorriefen. Nach dem Gottesdienst lud der Verein für Burg- und Heimatgeschichte zum Dämmerschoppen mit Gegrillten und einem süßen Burgschmaus ein.(r)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare