Steuererklärung 2014

Belege sammeln, sammeln, sammeln

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Es wird wieder Zeit für die Steuererklärung. Nicht jeder muss, aber jeder kann. Weil Millionen Deutsche allerdings keine Steuererklärung abgeben, spart der Staat schätzungsweise 350 Millionen Euro im Jahr an Rückzahlungen ein.Foto: Marco2811/fotolia

Frankenberg - Mit dem neuen Jahr steht auch die Steuererklärung für 2014 an. Für Arbeitnehmer hat sich einiges geändert - es gab wieder eine Neuregelung bei den Fahrtkosten. Wer bei der Steuer sparen will, der muss das ganze Jahr über mitdenken und Belege sammeln.

Was kann alles von der Steuer abgesetzt werden? Die Frage stellt sich Arbeitnehmern nun wieder, da die Steuererklärung 2014 ansteht. Bis zum 31. Mai muss sie abgegeben sein, wenn sie nicht vom Steuerberater gemacht wird. Das betrifft allerdings nur Menschen, die verpflichtet sind, eine solche Erklärung abzugeben - etwa sobald es Einkünfte aus Mieten oder Photovoltaikanlagen gibt oder Elterngeld bezogen wird. Auch Ehepaare mit den Steuerklassen drei und fünf müssen zwingend eine Steuererklärung machen.

„Es gibt aber sehr viele Menschen, die nicht verpflichtet sind“, sagt Sabine Debus von der vereinigten Lohnsteuerhilfe (vlh). Und weil Millionen von ihnen keine Steuererklärung machen, verschenken die Deutschen laut vlh rund 350 Millionen Euro im Jahr an den Staat. Wer in Frankenberg wohnt, in Allendorf arbeitet, alleinstehend ist und niedrige Werbungskosten hat, für den rechnet sich eine Steuererklärung laut Debus nicht unbedingt.

Die Steuererklärung machen sollte laut Debus hingegen:

• Wer Werbungskosten über 1000 Euro hat (Arbeitszimmer, Reisekosten, Fahrtkosten, berufliche Handykosten).

• Wer hohe Sonderausgaben hat (Spenden, Kirchensteuer).

• Wer eine Riesterrente und/oder eine Vermögenswirksame Leistung hat

• Wer Handwerkerlöhne bezahlt hat

• Wer Kinder hat und für diese Kinderbetreuungskosten zahl (etwa im Kindergarten).

Eine wichtige Änderung gibt es für die aktuelle Steuererklärung 2014 wieder bei den Fahrtkosten: Die Strecke zum Arbeitsplatz darf nur als einfache Wegstrecke, eine Dienstreise darf mit den komplett gefahrenen Kilometern angerechnet werden. Dabei sind laut Debus beispielsweise Leiharbeiter die Verlierer: Bisher durften sie zu jedem Einsatzort Hin- und Rückweg angeben, seit 2014 dürfen aber auch sie nur die einfache Strecke absetzen.

Schneeräumung und Brille von der Steuer absetzen

Allerdings steigt die Verpflegungspauschale: Wer mehr als acht Stunden auswärts arbeitet - also nicht an der eigentlichen Arbeitsstätte - der bekommt zwölf Euro. Bisher waren es sechs Euro. Das Geld kann etwa jeder Dachdecker in die Steuererklärung angeben für jeden Tag, den er nicht in der heimischen Firma, sondern auf der Baustelle arbeitet. Dabei ist es dann egal, ob der Angestellte sein Frühstücksbrot von daheim mitbringt, in einem Restaurant essen geht oder sich eine Currywurst holt.

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