Beratung der „Lebenshilfe Frankenberg“ stark nachgefragt - mehr Geld für Betreuung gefordert

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Neuer Vorstand: Bei der Jahresmitgliederversammlung der Lebenshilfe Frankenberg wurde der geschäftsführende Vorstand wiedergewählt, Änderungen gab es bei den Beisitzern. Im Bild (von links) Klaus Hartmann, Dr. Hendrik Sommer, Helmut Klein, Simone Lange, Lilia Straub, Norbert Michel, Ludmila Kalabuchow, Reinhard Kahl und Johannes Briel. Auf dem Foto fehlen Kirstin Kerstein und Holger Paar.

Frankenberg. Die Beratungsstelle der Lebenshilfe im Frankenberger Stadtzentrum wird immer stärker in Anspruch genommen. Das berichtete Vorsitzender Helmut Klein in der Mitgliederversammlung des Vereins „Lebenshilfe Frankenberg“.

„Die Beratungsstelle ist für Menschen mit drohender Behinderung und auch für Angehörige eine wichtige Anlaufstelle, um schnell und einfach eine passende Hilfe zu finden“, informierte der Vorsitzende.

Außer über die besondere Bedeutung der Beratungs- und Betreuungsstelle berichtete Klein auch über die weiteren Aufgaben des Lebenshilfe-Vereins – unter anderem den Umbau des „Hauses Vesper“ zu einer betreuten Wohneinrichtung. Auch die „Bedarfe der jüngeren Eltern“ sollten ermittelt werden, sagte der Vorsitzende.

Dass die Erlöse des traditionellen Weihnachtsbasars im vergangenen Dezember wegen des starken Schneefalls an diesem Tag „ein wenig geringer als im Vorjahr“ ausfielen, berichtete der stellvertretende Vorsitzende Dr. Hendrik Sommer. Trotzdem hätten auch 2017 wieder Freizeitfahrten für Menschen mit Behinderung, Aktionen der Kegelbergschule, therapeutisches Reiten und Maßnahmen zur Entlastung von betroffenen Familien finanziell unterstützt werden können. Diese Unterstützung solle es auch in diesem Jahr wieder im bisherigen Umfang geben, merkte Sommer an.

Nach den Worten von Agnes Happel, der Leiterin des Beratungs- und Betreuungsbereichs, werden derzeit 45 Klienten direkt von der Lebenshilfe betreut. Zudem unterstütze die Lebenshilfe 165 ehrenamtliche Betreuungen.

Kritik gab es während der Versammlung an der Vergütung für die Betreuungen. „Diese Vergütung muss deutlich verbessert werden“, mahnte der Vorstand an, wobei daran erinnert wurde, dass es die letzte Erhöhung im Jahr 2005 gegeben habe. Insofern sei die Vergütung in keiner Weise mehr zeitgemäß. Verantwortlich dafür seien Bund und Länder, „die sich über eine Anhebung bisher nicht einigen konnten“. Bei diesem Thema sei auch das Land Hessen in einer Mitverantwortung, hieß es in der Versammlung. Von den Mitgliedern wurde sogar angeregt, wegen der „unzureichenden Vergütung für die Betreuungsarbeit“ öffentlich zu demonstrieren. (mjx)

Quelle: HNA

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