Frankenberg

Besseres Marketing für Frankenberg

- Frankenberg (apa). Zahlreiche Passanten zeigten sich gestern interessiert an der Wiedereinführung des alten „FKB“-Kennzeichens für das Auto. Die Heilbronner Hochschule ermittelte die Meinung der Bevölkerung für die Stadtverwaltung.

Ralf Bochert ist effektiv, wenn es um Umfragen geht: Er guckt sich die Menschen an, geht schnurstracks auf sie zu und sagt, ohne Luft zu holen: „Ich habe eine ganz kurze Befragung, es dauert nur eine Minute, und ich will Ihnen nichts verkaufen!“ Die Methode funktioniert: Die meisten Leute bleiben stehen, wohl nicht zuletzt, weil Bochert ein Kennzeichen mit den Buchstaben „FKB“ in der Hand hält. Außerdem sieht Bochert sei-nem Job entsprechend aus: Der Professor, der an der Hochschule Heilbronn Wirtschaft lehrt, trägt zur Jeans Sakko, Hemd und Fliege. Das weckt die Neugier der Passanten, die am Donnerstagvormittag durch die Fußgängerzone laufen. Auch am Gymnasium Edertalschule hat er am Morgen schon einige junge Leute befragt, damit er in seiner Umfrage auch diese Altersgruppe abdecken kann. Bochert hat nur wenige Fragen – es dauert tatsächlich nur eine Minute: Wohnt der Befragte in Frankenberg oder im Altkreis? Wenn nicht, ist die Befragung bereits zu Ende. Wenn ja, geht es weiter: Kennt der Befragte das alte Kennzeichen FKB? Und wäre er für die Wiedereinführung des alten Kennzeichens, wenn es nichts kosten würde? Differenzierte Antworten oder Begründungen braucht Bochert nicht: „Ja“, „Nein“ oder „Keine Meinung“ kreuzt er auf seinem Bogen an. Dann will er noch wissen, ob die Befragten ein Auto haben, und teilt sie der entsprechenden Altersgruppe zu. Die Frankenberger kennen das alte Kennzeichen noch gut: „Das hatte ich erst heute Morgen an einem alten Traktor vor mir“, sagt Corinna Kiendl, als Bochert sie danach fragt. Sie spricht sich – wie die meisten anderen Befragten – für die Wiedereinführung aus. Auch Michael Krumpholz hätte nichts dagegen, wenn das FKB-Kennzeichen im Altkreis wieder Einzug halten würde. „Weil unser Landkreis so groß ist“, begründet der Frankenberger.

Mehr erfahren Sie in der Samstagsausgabe der Frankenberger Zeitung.

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