Burgwalder Ortsbeirat wünscht sich einen Bestattungswald zwischen Friedhof und Spielplatz

Bestattungen sollen auch im Wald möglich werden

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Burgwald - Zwischen dem bestehenden Burgwalder Friedhof und dem Waldspielplatz soll auf einer Fläche von 2500 Quadratmetern ein Bestattungswald entstehen - zumindest wenn es nach dem Ortsbeirat geht, wie Ortsvorsteher Helmut Wiest erklärt.

Aufgegriffen hatte Ortsbeiratsmitglied Heike Dannler die Idee. Sie hatte bereits Kontakt zur Stadt Hallenberg wegen des Bestattungswaldes in Braunshausen.

Über die Gemeinde hatte der Ortsbeirat bereits im Vorfeld prüfen lassen, ob es überhaupt möglich ist, einen Bestattungswald in Burgwald einzurichten. „Bei den entsprechenden Behörden hat die Gemeinde bereits angefragt", sagt Wiest. Er hofft nun auf grünes Licht der Behörden - und vor allem Unterstützung der kommunalen Politik. Am Montag hatte der Ortsbeirat sich darauf geeinigt, dem Gemeindeparlament einen entsprechenden Beschlussvorschlag vorzulegen.

Wiest hofft, dass bereits im nächsten Jahr schon Mittel für den Bestattungswald im Haushalt bereitgestellt werden und die ersten Interessenten ein Urnengrab unter dem Laubdach der Buchen und Eichen kaufen können. Unter seiner Federführung möchte der Ortsbeirat mit den Bürgern und Vereinen des Ortsteils die Kosten aktiv senken: „Wir wollen jetzt schon tätig werden und Vertiefungen und Mulden auffüllen", erklärt der Ortsvorsteher. Sträucher, Gestrüpp und abgebrochene Äste sollen noch vor Ostern entfernt werden - diese könne man dann sogleich für das Osterfeuer verwenden. „Wir sind bei den Planungen aber noch in den Anfängen." Für das Auffüllen des unebenen Geländes hofft Wiest auf Bauaushub der Gemeinde, der nach und nach eingebracht werden könne. Gerade im hinteren Bereich des möglichen Bestattungswaldes sei der Boden sehr wellig.

„Wir haben im Ort gemerkt, dass die Urnenbestattungen immer mehr werden", sagt Wiest. Oft sei Grabpflege heute nicht mehr möglich, weil die Angehörigen nicht in der Nähe wohnen. Der Bestattungswald sei daher ein guter Ansatz: „Uns wurde schon mitgeteilt, dass Leute aus dem Ort bereits woanders einen Baum für Bestattungen gekauft haben." Bei dem geplanten Begräbnisort in Burgwald sollen keine Auswärtigen einen Grabplatz kaufen können. „Der soll nur für die Einwohner der Großgemeinde sein", sagt Wiest im Hinblick auf die geplante Größe.

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