160 Besucher beim Frauenabend der Evangelischen Gemeinschaften Frankenberg

Ein Abend für Frauen: Lydia Kreis (links) von den Evangelischen Gemeinschaften im Frankenberger Land begrüßte Doris Möser-Schmidt aus Marburg, die beim Frauenabend über das Thema „Mut zur Lücke“ referierte. Foto: Battefeld

Frankenberg. Gnädig mit sich selbst umgehen und Fünfe auch mal gerade sein lassen: Diese Ratschläge gab Referentin Doris Möser-Schmidt jetzt 160 Besucherinnen mit auf den Weg, die zum „Abend für Frauen“ in das Gemeindezentrum der Evangelischen Gemeinschaften in die Frankenberger Ruhrstraße gekommen waren.

In ihrem Vortrag „Mut zur Lücke – nicht alles können und doch gut sein“ zeigte die Marburger Psychologin Ursachen für Perfektionismus-Fallen auf und stellte Methoden vor, wie man sich daraus befreien kann.

Gerade Frauen würde in Zeitschriften oder von der Gesellschaft oft suggeriert, dass sie „verbesserungsbedürftige Wesen“ seien. Sie seien daher besonders anfällig für die „inneren Kritiker“, die jeder Mensch in sich trage. Diese trieben einen selbst an, perfekt zu sein, sich zu beeilen, sich anzustrengen, es allen Recht zu machen und stark zu sein. „Wenn wir diesen fünf Kritikern folgen, werden wir wirr im Kopf, das hält keiner aus“, mahnte die Psychologin, die auch als Dozentin im Bereich Praktische Theologie an der Evangelischen Hochschule Tabor arbeitet.

„Ich habe mich dagegen entschieden – deswegen sind meine Fenster noch nicht geputzt“, betonte Doris Möser-Schmidt und verriet außerdem, was unter ihrem Badezimmerspiegel geschrieben stehe: „Ich bin gut genug – ich könnte noch viel schlechter sein.“

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Quelle: HNA

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