Fußball-Sender für viele Gastwirte zu teuer

Bezahlsender Sky ändert Preissystem – für einige wird’s billiger

Waldeck-Frankenberg. Der Bezahl-Fernsehsender Sky ändert zum 1. September sein Preissystem für Geschäftskunden, also zum Beispiel Gaststätten und Vereinsheime. Bei der Preisfindung wurde bislang nur die Quadratmeterzahl der Räume berücksichtigt.

Ab September werden neue Parameter zur Kostenberechnung herangezogen, diese sind dann jeweils in einem Gebiet mit gleicher Postleitzahl gültig. Als neue Faktoren gelten etwa die Kaufkraft, die Sportaffinität und die Bevölkerungsdichte in der Region.

Viele Sky-Anbieter haben nun Post von dem Sender erhalten, in denen ihnen eine Erhöhung der Kosten aufgrund des neuen Preissystems angekündigt wurde. So auch der Tuspo Mengeringhausen.

Für das Fußballprogramm im Vereinsheim werden demnächt acht Euro mehr fällig. Das sei gerade noch die Grenze, sagt Abteilungsleiter Carsten Hohmann. Jedes Jahr entscheide der Tuspo neu, ob er Sky weiterhin im Vereinsheim anbietet. Für den Verein sei es schwierig, monatlich nun 227 Euro für das Programm zu bezahlen. Doch viele Gaststätten im Landkreis sind von der Erhöhung gar nicht betroffen. „Bei uns ist es eine ganze Ecke günstiger geworden, um zirka 100 Euro pro Monat“, sagt Hartmut Ranze vom Landgasthof Arnold in Dodenau.

Sky begründe dies bei ihm unter anderem mit der geringeren Einwohnerzahl. Auch für Dieter Lang von der Gaststätte „Zum Hirtenplatz“ in Haubern ist das Abo um etwa 100 Euro billiger geworden, es sei aber immer noch zu teuer, findet er.

Ein Bier koste bei ihm 1,20 Euro, für den Fußballsender zahle er 235 Euro im Monat, da müsse er viel Bier verkaufen, damit sich das rechne. Erschwerend komme für viele Gastwirte hinzu, dass in der zweimonatigen Bundesliga-Sommerpause, in der keine extra Gäste kämen, trotzdem monatliche Kosten für Sky anfallen.

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare