Wer hat den Biberpelz geklaut?

Frankenberg. „´T liejt wat in de Luft", teilte ein Mann mit roter Knollnase dem Publikum der Frankenberger Ederberglandhalle mit. Recht hatte er. Es folgten 115 Minuten turbulentes Theater.

Der Grund: Das Hessische Landestheater Marburg war zu Gast und zeigte Gerhart Hauptmanns sozialkritisches Drama „Der Biberpelz“. Das Publikum tauchte ein in die Welt des Habens und Habenwollens, in der jeder nach seinem eigenen Vorteil strebt und das ohne Rücksicht auf (zwischenmenschliche) Verluste.

Schauplatz ist eine kleine Stadt in der Nähe von Berlin im wilhelminischen Zeitalter. Im Zentrum der Handlung steht Mutter Wolffen, die für ihre Familie nur das Beste will. Selbstbewusst verfolgt sie ihr Ziel und erreicht es mit betrügerischem Geschick. So gibt es zum Abendbrot frischen Wildbraten - woher der kommt, kann das Publikum bereits erahnen.

Denn ein Dieb geht um in der Stadt, neben dem Wildtier kommt auf mysteriöse Weise Brennholz abhanden und natürlich auch der namensgebende Biberpelz. Jeder will wissen, wer der Dieb ist, aber selbst der Amtsvorsteher Baron von Wehrhahn, der ein treuer Kaiserdiener sein will, blickt nicht durch und hat auch irgendwie gar keine Lust dazu. (ali)

Wie Regisseur Marc Wortel das Theaterstück von 1893 auf die Bühne brachte, lesen Sie in der gedruckten Freitagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Quelle: HNA

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