Frankenberg

Biogas-Gegner: Zahlen sind unrealistisch

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- Frankenberg (jos). Um die von der EGF und Maschinenring geplante Biogasanlage wirtschaftlich zu betreiben, ist nach Untersuchungen der Bürgerinitiative eine Anbaufläche von rund 650 Hektar für Mais, Getreide und Gras nötig. Die Investoren gehen indessen nur von rund 500 Hektar aus.

Neben einem höheren Flächenbedarf rechnen die Mitglieder der Bürgerinitiative auch mit deutlich mehr Großtransporten als bislang angenommen: Beim Verkehrsaufkommen erwarten die Biogas-Gegner mindestens 25 Prozent mehr Transporte pro Tag als von den Investoren kalkuliert werden. Bei diesen Zahlen stützt sich die Bürgerinitiative auf eine Untersuchung durch den Lübecker Biogas-Experten Andreas Krieg, der Dozent an der Akademie für erneuerbare Energien in Lüchow-Dannenberg ist.

„Wir waren von Beginn an skeptisch, was die vorgelegten Zahlen angeht“, erklärt Ernst van Bentum, Mitglied der Bürgerinitiative gegen die Biogasanlage und Ökobauer vom Basitenberghof in Friedrichshausen. Er hat den Kontakt zu Andreas Krieg hergestellt, der Gründungsmitglied des Fachverbands Biogas ist. „Es hat den Anschein, dass hier mit geschönten Zahlen gerechnet wird und ein Projekt durchgeboxt werden soll“, kritisiert Krieg. Wenn die Anlage erst einmal stehe, werde man sehen, „wie man sie voll bekommt“.

Walter Dersch, Geschäftsführer des Maschinenrings, betont indessen auf WLZ-FZ-Nachfrage, dass keinesfalls weitere Anbauflächen benötigt würden, um die für den Betrieb der Anlage erforderliche Biomasse zu erzeugen. Die kalkulierten rund 500 Hektar Land würden auf jeden Fall ausreichen, um die erforderlichen 21 000 Tonnen Biomasse aus Mais, Getreide und Gras zu produzieren. Welche der beiden Rechnungen stimmt – das hängt ab vom kalkulierten Ertrag pro Hektar.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Freitag, 4. März.

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