Biogasanlage bei Bottendorf wird nicht gebaut

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Siloanlage und Hackschnitzellager: Diese 1,5 Millionen Euro teure Anlage will der Bodenverband Waldeck-Frankenberg im Bereich Winterstrauch bei Bottendorf errichten. Eine Biogasanlage soll dort nicht mehr gebaut werden.

Bottendorf. Für Ärger hatte die vage Absicht des Bodenverbandes Waldeck-Frankenberg gesorgt, zusammen mit der Firma Viessmann eine Biogasanlage bei Bottendorf zu errichten. Nun ist das Thema vom Tisch. Der Bodenverband verzichtet auf das Vorhaben.

„Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir eine Biogasanlage nur bauen wollen, wenn es sich wirtschaftlich lohnt. Nun liegt die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes vor und es ist klar: Es lohnt sich nicht“, sagte der Geschäftsführer des Bodenverbandes, Walter Dersch, auf HNA-Anfrage.

Allenfalls wäre eine Biogasanlage noch wirtschaftlich, wenn eine effektive Mitnutzung der Wärme gewährleistet wäre. Das sei in Bottendorf nicht der Fall.

Kurz vor der Umsetzung steht aber der Plan, im Bereich Winterstrauch nahe der Burgwaldkaserne ein Hackschnitzel- und Silolager zu errichten. „Wir werden in Kürze den Bauantrag einreichen“, erläuterte Dersch. Er rechnet damit, dass die Bauarbeiten im Oktober oder November beginnen können.

Rund 1,5 Millionen Euro werde die Anlage kosten, die auf einer Fläche von 1,6 Hektar entsteht. Vorgesehen sind ein Lagerplatz und eine Halle zur Trocknung von Holzhackschnitzeln - jeweils 1000 Quadratmeter groß. Daneben werden Siloanlagen gebaut, auf denen 7000 bis 8000 Tonnen Silage Platz haben. Landwirte können dort Silage lagern - für eigene Zwecke oder zur Weiterlieferung an die Biogasanlage der Firma Viessmann in Allendorf.

Die Silolagerung wird erst im Frühjahr 2015 beginnen. Die Holzhackschnitzel von den Kurzumtriebsplantagen der Firma Viessmann sollen schon im Winter dorthin gebracht werden, schildert Dersch die Planung. (mab)

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Quelle: HNA

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