Biomüll: Gemeinden müssen mehr zahlen

Waldeck-Frankenberg . Die Kosten für die fachgerechte Beseitigung verunreinigter Bioabfälle in den Kompostwerken Geismar und Flechtorf werden in diesem Jahr wohl deutlich höher ausfallen als in den Jahren zuvor.

„Wir gehen von 20 000 Euro aus, die wegen der Nachsortierung zu Buche schlagen werden“, sagt Egbert Blanc, Betriebsleiter bei der Kreis-Abfallwirtschaft.

„Hauptgrund ist sicher der lange Winter. Weil echter Biomüll wie Grünschnitt wegen der kalten Temperaturen nur in wenigen Mengen angefallen ist, wurden die Biotonnen leider oftmals mit Fremdstoffen aufgefüllt.“

Blanc weist darauf hin, dass der Kreis auf den Kosten nicht sitzen bleibe. „Unser Anlagenbetreiber stellt uns die zusätzlich aufgetretenen Sortierkosten in Rechnung, und wir geben sie an die Gemeinde weiter, aus der die verunreinigten Bioabfälle kommen.“

„Die Kosten sind in der Tat stark gestiegen. Während wir in den Vorjahren meist nicht mehr als 200 Euro an den Landkreis bezahlt haben, waren es in 2013 bereits 1700 Euro“, sagt Ralf Buchloh von der Finanzabteilung der Stadt Korbach. „Dieses Geld muss letztlich von allen Gebührenzahlern der Stadt aufgebracht werden.“

Von Philipp Daum

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Quelle: HNA

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