THW übt das Fahren im geschlossenen Verband

Blaulicht-Kolonne im Frankenberger Land

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Die Kraftfahrer des THW haben am Donnerstagabend das Fahren im geschlossenen Verband geübt. Mit sechs Fahrzeugen, Anhängern und Blaulicht sind sie durch den Altkreis gefahren.Fotos: Patricia Kutsch

Frankenberg - Die Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks müssen immer wieder in Kolonnen durch Deutschland fahren. Das muss geübt werden. Die Frankenberger THWler sind am Donnerstagabend mit Blaulicht und sechs Fahrzeugen durch den Altkreis gefahren.

Die Einsatzfahrzeuge des THW darf nicht jeder fahren, dafür muss ein spezieller THW-Führerschein gemacht werden - egal ob für die großen LKW oder die kleineren Mannschaftstransportbusse. Einmal im Jahr müssen die THW-Fahrer eine Schulung machen. In diesem Jahr stand das Fahren im geschlossenen Verband auf dem Lehrplan. Zugführer Michael Fröchtenicht und Till Finger als Verbandsführer haben für die THW-Fahrer eine praktische Übung zusätzlich zur Theorie organisiert: Am Donnerstagabend fuhren die Ehrenamtlichen mit den Fahrzeugen des Technischen Hilfswerks in Kolonne durch den Altkreis.

Bevor die Fahrer sich ihre Warnwesten über die Einsatzkleidung stülpen und in die Fahrzeuge steigen durften, gab es eine kleine theoretische Auffrischung. Till Finger erklärte seinen 15 Zuhörern, wie sie ihre Fahrzeuge kennzeichnen und wie die Fahrer sich verhalten müssen (siehe Kasten). „Ein geschlossener Verband entsteht erst durch die einheitliche Kennzeichnung“, betonte Finger. Die Fahrzeuge seien daher schon mit farbigen Fahnen bestückt worden.

„Und alle fahren gemeinsam über eine Kreuzung oder eine Ampel“, sagte Finger. „Wichtig ist dabei vorausschauendes Fahren.“ Finger wies darauf hin, dass die meisten Autofahrer nicht wüssten, dass eine Kolonne als einzelner Verkehrsteilnehmer zähle. „Erzwingt keine Vorfahrt“, schärfte er ein. „Und wenn es ein Autofahrer eilig hat und sich unbedingt zwischen euch drängen will, dann lasst ihn rein.“ Nach dieser kleinen Einweisung verteilten die THWler sich auf die Fahrzeuge. Sechs blau-weiße Autos - vom Mannschaftstransportbus bis zum 16-Tonner mit Anhänger - waren dabei.

Im vergangenen Jahr fuhren THW-Fahrer aus Frankenberg laut Fröchtenicht nach Zagreb. Dort holten sie THW-Fahrzeuge anderer Verbände von einem Einsatz auf dem Balkan zurück: „Die Einsatzhelfer sind mit dem Zug zurückgefahren und andere Fahrer - unter anderem aus Frankenberg - sind mit dem Zug nach Zagreb gefahren, um die Autos der anderen Verbände zurückzuholen.“

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