Burgwald

Blitzlichtgewitter an der Bundesstraße

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- Münchhausen/Burgwald (jos). „Klar profitieren wir von den Einnahmen“, gibt Bürgermeister Peter Funk offen zu. Viel wichtiger aber wäre ihm und den Anwohnern an der Bundesstraße der Bau von Ortsumgehungen. Die Burgwalder sehen das genauso. In den Ortsteilen Bottendorf und Ernsthausen werden diese Woche drei „Blitzer“ aufgestellt.

Seit eh und je klagen die Anwohner an der Bundesstraße 252 nicht nur über viel Verkehr, sondern auch über viele Geschwindigkeitsüberschreitungen. Gerade nachts halte sich kaum einer an das vorgeschriebene Tempo, so die einhellige Meinung der lärmgeplagten Anwohner. Um deren Belastung gerade in den Nachtstunden zumindest etwas zu begrenzen, wurde in den Städten und Gemeinden im Marburger Land ab 22 Uhr abends Tempo 30 eingeführt. Bis morgens um 6 Uhr gilt diese Begrenzung, danach dürfen Autos und Lastwagen wieder regulär 50 fahren.

Als Trotzreaktion auf die nächtliche Geschwindigkeitsbegrenzung griffen einige Lastwagenfahrer zur Hupe und ließen ihre lauten Hörner von Ortseingang bis Ortsausgang durch die Dörfer schallen. Von dieser Unsitte habe er zumindest in Münchhausen bislang nur vereinzelt gehört, berichtet Bürgermeister Peter Funk auf WLZ-FZ-Nachfrage. Insgesamt sei es nachts durchaus ruhiger geworden seit der Einführung von Tempo 30. Die ersten Erfahrungen mit den insgesamt vier stationären Geschwindigkeitsmessanlagen der Gemeinde sprechen allerdings eine deutliche Sprache: Innerhalb von nur drei Wochen haben die „Blitzer“ insgesamt 6621 Mal gezündet.

„Manchmal haben wir ein regelrechtes Blitzlichtgewitter“, berichtet der Bürgermeister. Die Resonanz auf die Geschwindigkeitsmessanlagen sei unterschiedlich. Die Anwohner würden die „Blitzer“ befürworten, sagt Funk. Wichtiger aber noch wäre ihm genauso wie den meisten Münchhäusern der Bau von Ortsumgehungen.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Dienstag, 19. Juli