Frankenau

Das Boggel-Lied erklingt in England

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- Frankenau (apa). „Hello! Good morning!“, schallt es durch die Aula: Begeistert winken die Kinder den Grundschülern zu, die auf einer Leinwand zu sehen sind: Es sind Jungen und Mädchen aus England und der Slowakei, die zwei Jahre lang Kontakt zur Frankenauer Schule halten werden.

Mit „Skype“, einem Video-Telefon über das Internet, sahen und hörten sich gestern zum ersten Mal Kinder aus drei Ländern: Mit der kleinen Videokonferenz zwischen der Burley Primary School, mitten im englischen Nationalpark New Forest, der Škola Sabinov in der Slowakei und der Kellerwaldschule feierten Lehrer und Schüler gemeinsam den Start des neuen Comenius-Projekts.

Dabei arbeiten Schulen in verschiedenen europäischen Ländern zusammen und wollen voneinander profitieren. Die Kinder begrüßten sich gegenseitig mit Liedern: Die Kellerwaldschüler sangen ihr Schullied, die Kinder aus England hatten als Überraschung das Boggel-Lied über das Maskottchen des Nationalparks Kellerwald-Edersee vorbereitet. Die Schüler aus der Slowakei trugen ein Stück in der Landessprache vor. Alle Schüler spendeten sich gegenseitig Applaus und winkten sich gegenseitig über die Leinwand zu.

Bereits zum zweiten Mal wurde die Kellerwaldschule in das Comenius-Projekt aufgenommen. Schon von 2007 bis 2009 arbeitete sie mit Grundschulen in England und Schweden zusammen. Was beim Lernen in der Klasse gilt, trifft auch auf den größeren Rahmen zu: „Wenn man in einer Gruppe arbeitet, kommen ganz viele Erfahrungen zusammen und man lernt voneinander“ – so erklärte Schulleiterin Susanne Weber den Kindern, warum die Schule an dem Comenius-Projekt teilnimmt. Und tatsächlich habe die Zusammenarbeit mit den anderen Grundschulen der Kellerwaldschule viel gebracht, sagt Weber.

Die Erfahrungen seien „sehr, sehr positiv“ gewesen: Die Bildungsarbeit habe vom Austausch mit den Pädagogen anderer Schulen sehr profitiert. Außerdem hat die Kellerwaldschule einige Konzepte aus den Partnerschulen übernommen: Die wöchentliche Vollversammlung etwa ist eine Idee aus England, die Schulhofscouts eine aus Schweden.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Samstag, 10. Dezember.

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