Botanischer Garten Marburg verschenkt 600 Orchideen

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Orchideen im Botanischen Garten in Marburg: Ein Teil der 1600 Arten werden sterben, weil sich niemand mehr darum kümmern kann. Im Bild Gärtnermeister Heiko Moog, zuständig für die Gewächshäuser und die Orchideen.

Marburg. Der Botanische Garten Marburg bangt noch um seine Existenz: 600 seltene Orchideen hat die Uni-Einrichtung an Kollegen aus ganz Deutschland abgegeben, weil sich niemand um sie kümmern kann.

„Das ist etwa ein Drittel der wertvollen Sammlung“, klagt Leiter Andreas Titze. Bis dahin war der Botanische Garten Marburgs bei den Wildarten die Nummer eins in Deutschland.

Obwohl die Pflanzen einen Wert von 150 000 Euro haben, bekommt der Garten nicht einen Cent. Nach dem Artenschutzabkommen darf nämlich nicht mit den geschützten Orchideen gehandelt werden.

Nun können sich die Universität von Saarbrücken, Magdeburg, Potsdam, Berlin, Gießen, Bonn, Erlangen und Würzburg über die seltenen Arten freuen. Hauptgrund: Das Land streitet sich mit der Uni Marburg darum, wer die Kosten von 1,6 Millionen Euro in Zukunft trägt. Die Hochschule, die bislang etwa eine Million aufbringt, will ihr Engagement fast komplett zurückfahren, weil sie nach dem neuen Hochschulpakt jedes Jahr 6,2 Millionen Euro sparen muss: „Das reicht schon nicht für Forschung und Lehre“, erklärt Uni-Präsidentin Katharina Krause.

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Quelle: HNA

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