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Bodenverband stellt Lagerstätte bei Bottendorf vor

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Von: Susanna Battefeld

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Zum Anfassen: Ferdinand von Harling (links) und Constantin von Harling testeten die Ansaat-Erde, die der Bodenverband an der Lagerstätte unter anderem verkauft. © Susanna Battefeld

Die meisten kennen den Holzhackschnitzel- und Silagelagerplatz nur vom Vorbeifahren. Beim Tag der offenen Tür hatte jeder Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen.

Und das nutzten – trotz der tropischen Temperaturen wie Walter Dersch vom Bodenverband anmerkte – knapp 1000 Besucher.

Es sei ein „dickes Brett“ zu bearbeiten gewesen, sagte Walter Dersch mit Hinweis auf das „nicht ganz stressfreie Genehmigungsverfahren“ , der rund 2,5 Millionen teuren Lagerstätte, die seit zwei Jahren in Betrieb ist. Gemeinsam sei es jedoch gelungen, aus einem „rohen Stück Holz“ ein „schmuckes Bauteil“ zu erschaffen.

Auch wenn es unterschiedliche Meinungen gegeben habe, sei der Umgang immer sachlich und fair gewesen, betonte Dersch und richtete seinen besonderen Dank an die Mitglieder der Gemeindeverwaltung und den Burgwalder Ortsbeirat.

"Einige Hürden" genommen

Burgwalds Bürgermeister Lothar Koch erinnerte ebenfalls daran, dass „einige Hürden“ genommen worden seien, dass es aber letztlich ein gutes Projekt geworden sei. Er dankte in erster Linie der Firma Viessmann, die Hauptmieter der Anlage ist, für die Unterstützung.

„Das eingelagerte Holz wird ausschließlich für die nachhaltige Energieproduktion, also zur Strom- und Wärmeversorgung von Gebäuden, schwerpunktmäßig der Viessmann-Werke in Allendorf verwendet“, sagte deren Chief Digital Officer Dr. Markus Pfuhl. Er hob die gute Kooperation zwischen Industrie und Landwirtschaft hervor. „Das Lager hier in Bottendorf ist ein gegenseitiges Bekenntnis für zukünftig gute und kooperative Zusammenarbeit.“ 

Der Erste Kreisbeigeordnete Karl-Friedrich Frese sprach von einem „Leuchtturmprojekt für regionale Klimapolitik“. Die Landwirte in der Region seien sehr dankbar, betonte Fritz Schäfer vom Maschinenring. In einer Kulturlandschaft würde nun mal Biomasse anfallen. Die Lagerstätte sei ein toller Beitrag für nachwachsende Rohstoffe im Sinne der Bundesregierung. Ein Grußwort sprach auch Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß.

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