Rotary-Club entsendet Marcel Strauch für ein Jahr ins Ausland

Von Bottendorf nach Kolumbien

Marcel Strauch (M.) nimmt am Jahresaustauschprogramm des Rotary-Clubs teil: Der Bottendorfer geht für ein Jahr nach Kolumbien. Seine Eltern Irina und Artur Strauch (v.l.) werden in dieser Zeit eine Jugendliche aus Mexiko aufnehmen. Kurt Hönisch und Präsident Stefan Hoffmann vom Frankenberger Rotary-Club wünschten ihm für sein Auslandsjahr alles Gute. Foto: Andrea Pauly

Burgwald-Bottendorf - Wie Land, Leute, Kultur und Schulalltag in Kolumbien sind, will der 16-jährige Marcel ein Jahr lang erleben. Nächste Woche Freitag startet er sein großes Abenteuer.

Mit 16 Jahren in die große weite Welt: Das haben Freunde von ihm schon vor ihm gemacht. Und sie alle waren so begeistert vom „besten Jahr ihres Lebens“, dass auch Marcel Strauch diese Erfahrung machen möchte. Deshalb hat sich der Edertalschüler für das Jahresaustauschprogramm des Frankenberger Rotary-Clubs beworben - mit Erfolg: Ein Jahr lang wird er in Kolumbien in Gastfamilien leben. Dafür kommen andere Jugendliche in sein Elternhaus.

Marcels erste Gastfamilie lebt fernab der Küste im Süden Kolumbiens, in Neiva, der Hauptstadt des Bundeslandes Hulia. Voraussichtlich nach einem halben Jahr wird er die Gastfamilie wechseln; das ist üblich im Rotary-Austausch.

Marcel ist einer von 14 deutschen Jugendlichen, die in diesem Sommer einen Austausch mit Rotary in Kolumbien antreten. Aus dem Distrikt Hessen entsendet der Service-Club insgesamt 44 Schüler in die Welt - und genauso viele kommen dafür nach Hessen.

Für den Elftklässler wird vor allem der Start aufregend: Denn in Spanisch hat er nur Basiswissen und die Gastfamilie spricht kaum Englisch. Ein Kochbuch mit deutschen Gerichten in spanischer Sprache hat er bereits bestellt - er will es als Gastgeschenk mitnehmen, ebenso wie deutsche Schokolade und Gummibärchen. Auch einen Bildband über Frankenberg wird er einpacken.

Eigentlich wollte der Bottendorfer sein Austauschjahr in Venezuela verbringen. Doch aufgrund der politischen Lage ist es von der Liste der aufnehmenden Länder gestrichen, erläutert Kurt Hönisch vom Frankenberger Rotary-Club.

Marcel hatte dann die Wahl zwischen Peru, Ecuador und Kolumbien und entschied sich für das Land ganz im Norden Südamerikas. Seit wenigen Wochen hat er Kontakt zu seiner künftigen Gastfamilie, zu der neben den Eltern auch zwei Kinder gehören. Sie kennen Marcel nur von seiner Bewerbung und einem dazugehörigen Brief. Mit dem älteren Gastbruder schreibt er sich E-Mails - allerdings wird dieser das Land schon zehn Tage, nachdem Marcel ankommt, für seinen eigenen Austausch in Prag verlassen.

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