Alpakas im Burgwald

Bottendorfs kuschelige Einwohner

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Manuel Paar und seine Freundin Jessica Finger haben sich zwei ungewöhnliche „Haustiere“ zugelegt: „Fedra“ und „Litonja“ leben seit drei Wochen auf einer Weide bei Bottendorf. Fotos: Patricia Kutsch

Burgwald-Bottendorf - Ein ungewöhnlicher Anblick bietet sich den Autofahrern zwischen Frankenberg und Rosenthal seit drei Wochen: Auf einer Weide bei Bottendorf grasen zwei Alpakas. Manuel Paar und seine Freundin Jessica Finger haben sich für diese flauschigen Haustiere aus den Anden entschieden.

Der Burgwalder Ortsteil hat zwei neue, kuschelig-weiche Einwohner: Bei Familie Paar sind Alpakas eingezogen. „Fedra“ und „Litonja“ leben seit drei Wochen auf einer Weide hinter dem Haus der Familie. Sie grasen friedlich an der Straße zwischen Frankenberg und Rosenthal. Von den vorbeifahrenden Autos lassen sie sich nicht mehr stören - während die Autofahrer spürbar langsamer fahren, wenn sie an der Koppel vorbeikommen. Denn Alpakas sind in Deutschland kein alltäglicher Anblick.

Der 26-jährige Manuel Paar und seine Freundin Jessica Finger haben in den vergangenen Wochen eine Weidezaun gebaut und einen schützenden Unterstand aus Holz. Vor drei Wochen holten sie dann ihre neuen „Haustiere“ bei einem Züchter in Brilon ab. „Die zwei haben uns am besten gefallen“, erklärt Manuel Paar. Mit seiner 26-jährigen Freundin hatte er sich zuvor bei vielen Haltern und Züchtern von Alpakas umgeschaut, um zu sehen wie sie leben. „Das erste Mal habe ich Alpakas bei einem meiner Kollegen gesehen“, sagte der Maschinenschlosser der Firma Viessmann. „Ich fand sie ziemlich cool. Also haben wir uns umgeschaut und schließlich selbst welche gekauft.“ Jessica Finger fügt mit einem Lachen hinzu: „Solche Tiere hat auch nicht jeder. Und sich um Tiere zu kümmern ist eine schöne Abwechslung vom Alltag.“

Vor drei Wochen zogen die braune „Fedra“ und sie creme-weiße „Litonja“ dann auf ihrer neuen Weide in Bottendorf ein. Anfangs waren sie laut Paar noch sehr schreckhaft und haben großen Abstand zu den neuen Besitzern gehalten. „Wenn ich eine Schüssel mit Müsli hingestellt habe, dann haben die beiden erst gefressen, wenn ich die Weide wieder verlassen habe“, berichtet er. Das hat sich mittlerweile geändert. Die zwei Alpakas fressen seelenruhig aus ihren blauen Schüssel, wenn Paar und Finger nur einen Meter entfernt stehen. Viel näher dürfen die beiden den Alpakas dennoch noch nicht kommen. „Aber das ist normal. Alpakas sind eben keine Kuscheltiere“, sagt Finger.

„Fedra“ und „Litonja“ werden langsam zutraulicher, holen sich ihr Müsli bei den Besitzern - als Leckerli und Abwechslung zum täglichen Gras und Heu. „Angefasst habe ich sie aber noch nicht. Sie sind bestimmt sehr weich“, sagt Finger. „Man kann Alpakas zähmen. Aber wir wollen sie so artgerecht wie möglich halten. Kuscheln gehört da eben nicht dazu.“

Ein bisschen zahm sollen sie dennoch werden, damit sie wenigstens vor ihren Besitzern nicht davonrennen. Die müssen sie schließlich auch einmal im Jahr scheren und ihnen regelmäßig die Krallen schneiden. Außerdem bekommen die beiden Alpaka-Damen im August Nachwuchs. Denn Paar und Finger haben sich zwei tragende Weibchen gekauft. Sie planen allerdings derzeit nicht, in die Zucht einzusteigen. „Erstmal wollen wir sehen, ob bei den Geburten alles gut geht und dann schauen wir weiter“, sagt Paar, der selbst mit Tieren aufgewachsen ist. Seine Eltern und Großeltern haben einen landwirtschaftlichen Betrieb. Auf dem Hof leben neben den Alpakas auch Schweine, und ein paar Hunde und Katzen.

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