Gemünden

Boucsein neuer Vize-Stadtbrandinspektor

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- Gemünden (ug). Fast neunzig Feuerwehrleute kamen zur gemeinsamen Jahreshauptversammlung der Feuerwehren der Stadt ins Bürgerhaus. Sie wählten André Boucsein aus Sehlen zum zweiten stellvertretenden Stadtbrandinspektor.

Gemeinsam mit Markus Bornmann soll Boucsein den Stadtbrandinspektor Wilfried Golde in seiner Arbeit unterstützen. Michael Losekam, Johanna Friedrich und Lukas Barth aus Sehlen, Marco Losekam aus Ellnrode und Simon Bornmann und Max Göbel aus der Kernstadt wurden nach erfolgreicher Teilnahme am Grundlehrgang per Handschlag in die Einsatzabteilung übernommen. Nach dem Besuch der erforderlichen Lehrgänge erhielt Lara Golde die Jugendleitercard. Erich Schnatz aus Lehnhausen wurde nach Erreichen der Altersgrenze aus der Einsatzabteilung verabschiedet. Von 1974 bis 2009 war Schnatz Vize-Wehrführer. Nach 36 Jahren Dienst am Nächsten übergab Bürgermeister Frank Gleim ihn in die Alters- und Ehrenabteilung. Die Versammlung bestätigt die Wahl der Jugendfeuerwehren von Marieke Golde-Bohrmann zur Stadtjugendfeuerwehrwartin und von Daniel Bock und Simon Strzelczyk zu ihren Stellvertretern. Zahlreiche Feuerwehrmitglieder wurden geehrt und befördert .

In seinem Jahresbericht hob Stadtbrandinspektor Golde den beruflichen Druck der Einsatzkräfte hervor. Durch immer mehr Belastung am Arbeitsplatz bliebe immer weniger Zeit für die Freizeit – und damit auch für Feuerwehrübungen und -lehrgänge. Auch auf die Führungskräfte würden immer mehr Aufgaben von übergeordneten Dienststellen zukommen. „Wir verrichten jetzt noch unsere Arbeit, aber die Zeit zur Erholung wird immer weniger“. Nicht die Gegenwart, sondern die Zukunft bereite ihm große Sorge.

Der Stadtbrandinspektor ist froh, dass derzeit so viele junge Männer und Frauen in den Einsatzabteilungen aktiv sind. „Allerdings finden wir aufgrund beruflicher Belastung jetzt schon in zwei Stadtteilen keinen Jugendfeuerwehrwart.“ Er forderte alle auf, in die Diskussion zum Thema „Zukunft der freiwilligen Feuerwehren unter dem ständigen Druck in den Arbeits- und Dienstbereichen“ einzusteigen, damit mittel- und langfristig freiwillige Feuerwehren die Sicherheit der Menschen im Brandschutz und der allgemeinen Hilfe garantieren können.

Derzeit sind 106 Männer und 20 Frauen in den sieben Einsatzabteilungen der Stadt aktiv. Sie rückten im vergangenen Jahr zu 45 Einsätzen aus: zehn Brandeinsätze, 24 Hilfeleistungen, viermal Brandmeldeanlage und sieben Brandsicherheitsdienste. 34 Brandschützer besuchten 42 Lehrgänge und Seminare auf Kreis- und Landesebene.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Montag, 28. März

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