Frankenberg: 300 Fans besuchen Autogrammstunde des Motorrad-Weltmeisters im Rathaus

Ein Bradl auf Helm, Mütze und Handy / Video

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- Frankenberg (schä). Waldeck-Frankenberg ist durchaus ein Motorsport-Land. Unerwartet viele Anhänger Stefan Bradls säumten gestern die Rathausschirn – für einen war der Besuch des neuen deutschen Topfahrers eine günstige Gelegenheit, an ein Autogramm zu kommen; für die eingefleischten Kenner ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk.

„Helmut, komm‘ auch runter“, riefen zwei Motorradsport-Fans älteren Semesters. Von den Weihnachtsmarkt-Buden vor dem Rathaus hatten sie Helmut Bradl entdeckt, der auf dem Balkon seines Zimmers eine Zigarettenpause machte.

Doch der „Altmeister“, vor 20 Jahren Vize-Weltmeister in der Klasse der Motorräder bis 250 Kubikzentimeter, gönnte die Bühne seinem Sprössling. „Nee, nee, i bin Rentner“, rief Bradl senior zurück – und konnte in Ruhe zu Ende rauchen. Denn eine Minute später richteten sich die Blicke der Rufenden ohnehin auf Bradl junior.

Stefan Bradl bahnte sich vom Hotel den Weg in den historischen Rathaussaal, in dem er von Frankenbergs Erstem Stadtrat Willi Naumann und Stadtverordnetenvorsteher Rainer Hesse begrüßt wurde. Im Trauzimmer würdigte Naumann den Erfolg Bradls, der in der „Moto2“, derselben Klasse, in der einst der Vater startete, vor wenigen Wochen erstmals Weltmeister geworden war – als erster Deutscher seit 19 Jahren.

Und anschließend wurde Bradl prominenter „Neuzugang“ im goldenen Buch der Stadt. „Vielen Dank für den herzlichen Empfang“, schrieb der gerade 22 gewordene sympathische Schwabe unter seine Unterschrift. Noch herzlicher sollte im Anschluss der Empfang in der Rathausschirn werden. Nahezu 300 Fans waren für ein Autogramm des Weltmeisters nach Frankenberg gekommen – nicht wenige mit weiter Anfahrt.

Jung und Alt, Männer, aber auch viele Frauen tummelten sich in der lange Schlange. An deren Ende erfüllte Stefan Bradl geduldig alle Wünsche – eine Autogrammkarte, ein Erinnerungsfoto Arm in Arm mit dem Fan und eine Unterschrift an die unterschiedlichsten Stellen. Zum Beispiel auf den Motorradhelm von Daniel Schneider aus Bottendorf, der nun einen Ehrenplatz bekommen soll; zum Beispiel auf alte Erinnerungsfotos von Helga Renner aus Frankenberg, die alte Rennbilder von Helmut Bradl zum Signieren mitgebracht hatte. Auch viele Kappen, Motorrad-Jacken und Poster zierte ein original Bradl.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Dienstag, 20. Dezember.

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