Bromskirchen

Bromskirchen feiert 2013 Jubiläum

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- Bromskirchen (sg). Bromskirchen bereitet sich auf Dorfjubiläum im Jahr 2013 vor. Die Vereinsvertreter wollen mit mehreren Festen an die Ersterwähnung vor 775 Jahren erinnern Das ganze Jahr 2013 über soll es Programmpunkte geben. Auch eine neue Chronik erscheint.

Es geschah anno 1238. Im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation regierte der Staufer Friedrich II. als Kaiser und König. Papst Gregor IX. hatte drei Jahre zuvor die thüringische Landgräfin Elisabeth heilig gesprochen, woraufhin der Deutsche Orden begonnen hatte, in Marburg eine Wallfahrtskirche zu erbauen, das erste rein gotische Gotteshaus auf deutschem Boden. Just in dieser Zeit ließ Graf Siegfried von Battenberg seine Besitztümer auf einer lateinisch geschriebenen Urkunde erfassen – darunter auch den Zehntbezirk „Fromolskerke“– es ist die älteste bekannte Urkunde, die das Dorf erwähnt.

In Bromskirchen steht damit 2013 ein Dorfjubiläum an. Soll es gefeiert werden? Und wenn ja wie? Wer organisiert es? Um das abzuklären, hatte Bürgermeister Karl-Friedrich Frese am Montag zu einem Infoabend ins Dorfgemeinschaftshaus eingeladen – fast alle Vereinsvorstände waren erschienen. Und sie haben sich schon eine Reihe von Gedanken gemacht, wie das Festjahr gestaltet werden könnte. Sofort war der Gedanke verworfen, nur alle 50 Jahre zu feiern – bei einem 25-jährigen Rhythmus werde jede Generation eingebunden, sagte Burghardt Zeunert vom Bürgerhilfeverein. Auch die Nachbarkommunen feierten alle 25 Jahre, sagte Frese. Und so ein Fest stärke ja auch das „Wir-Gefühl“.

Er berichtete, dass sich die Vorstände der vier großen Vereine im vorigen Jahr schon zweimal wegen des Jubiläums getroffen hätten. Sie hätten signalisiert, dass sie die Feiern wollten, wenn die Dorfgemeinschaft dahinterstehe und sie mittrage. Außerdem haben sie bereits einige Vorschläge gemacht, die Frese zusammengestellt hat. Grundsätzlich sollten keine weiteren Festtage gebildet werden, sondern Ideen in vorhandene Feste eingebunden werden, berichtete er. Was ist in Planung?

Der Verein „historisches und kulturelles Bromskirchen“ hat bereits die Arbeit an einer neuen Chronik begonnen. Sie soll keine Fortschreibung des Werkes von 1988 sein, sondern neue Schwerpunkte setzen.

Offen bleibt die Frage, ob ein Festausschuss gebildet werden soll. Helduser erklärte, die Zuständigkeit der Vereine ergebe sich aus den Ereignissen. „Es wäre schon gut, wenn jemand die Gesamtkoordinierung übernimmt“, sagte Dr. Dienst aus Seibelsbach, er forderte, Arbeitsgruppen einzurichten, die allen Interessenten offen stehen. Graßhoff schlug vor, die Vorstände sollten den Rahmen setzen, fürs „Ausmauern der Gefache“ können dann kleinere Gruppen gebildet werden. Noch vor Ostern soll es ein zweites Treffen geben, dazu sind wieder alle Vereinsvorstände eingeladen. Frese: „Es wird keiner außen vor gelassen.“

Mehr lesen Sie in der FZ vom Mittwoch, 23. Februar

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