Firma Solonic will für zwei Millionen Euro im Bromskirchener Gewerbegebiet „Auf der Steede“ bauen

Bromskirchener Parlament einstimmig für Solarpark

Bromskirchen - Wenn es nach den Gemeindevertretern geht, kann die Firma Solonic aus Wesel einen Solarpark im Gewerbegebiet „Auf der Steede“ bauen: Einstimmig forderten sie bei ihrer Sondersitzung am Dienstagabend die Verwaltung auf, die Baugenehmigung zu erteilen.

Wenn es nach den Gemeindevertretern geht, kann die Firma Solonic aus Wesel einen Solarpark im Gewerbegebiet „Auf der Steede“ bauen: Einstimmig forderten sie bei ihrer Sondersitzung am Dienstag Abend die Verwaltung auf, die Baugenehmigung zu erteilen.

Etwa zwei Millionen Euro sollen investiert werden, schon bis zum 30. Juni soll der Park fertig sein. Allerdings gibt es noch einen gravierenden Knackpunkt: Die schwarz-gelbe Bundesregierung hat wie berichtet beschlossen, die Einspeisevergütung für Solarstrom früher als geplant zu kürzen. Für die Investoren stellt sich die Frage, ob sie aus Berlin eine Ausnahmegenehmigung bekommen und Strom noch zu alten Sätzen ins öffentliche Stromnetz einspeisen dürfen. Falls nicht, steht das gesamte Projekt vor dem Aus. Doch noch fehlen konkrete Aussagen und das verabschiedete Gesetz.

Rund 1,5 bis 1,9 Megawatt Leistung sollen die bis zu 8300 Module bringen, die Viessmann liefern will.

Nach den jetzigen Planungen würde die Gemeinde das Grundstück südlich des DRK-Hauses für betreutes Wohnen zur Verfügung stellen. Für den Betrieb sind verschiedene Modelle möglich. Eins sieht vor, dass die Gemeinde keine Pacht verlangt und im Gegenzug den Park nach zwölf bis 14 Jahren übertragen bekommt, sobald die Investoren ihre Kosten amortisiert haben. Für die Restlaufzeit würde dann die Gemeinde die Einnahmen erhalten – nach alter Vergütung schätzungsweise 200.000 Euro im Jahr. Nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz werden die Einspeisesätze 20 Jahre lang garantiert.

Auch eine Bürgerbeteiligung ist erwünscht. So könnte sich die Energiegenossenschaft im Ederbergland einbringen, die am 29. März gegründet werden soll. Solche Fragen wollen die Gemeindevertreter später erörtern – in der Hoffnung, dass Berlin bis dahin Klarheit schafft und die Investoren entscheiden können, ob sich das Projekt für sie noch trägt. (-sg-)

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