Buch über Klostersanierung lenkt Blick auf Haina

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Präsentieren das Buch über die Kloster-Restaurierung: Die Herausgeber Gerold Götze (links) und Bernhard Buchstab (rechts). Weiter von links: Jan Viebrock vom Landesamt für Denkmalpflege, Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke, Lutz Klein (ehemaliger Erster Beigeordneter beim LWV) und Dr. Peter Barkey, Beigeordneter des LWV. Es fehlt Mitherausgeberin Christina Vanja.

Haina-Kloster. Die 30-jährige Restaurierung der Hainaer Klosterkirche hat viele Besonderheiten aufzuweisen. Dass diese nun in einem Buch zusammengefasst sind, das würdigte Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke am Mittwoch bei einem Besuch in Haina.

„Das Buch macht Haina und die Kirche bekannter“, sagte er.

Er dankte dem Landesamt für Denkmalpflege und dem Landeswohlfahrtsverband - Besitzer der Klosteranlage - für die Restaurierung selbst und deren Dokumentation in dem Buch.

Kurzclip: Bernhard Buchstab über die Klosterkirche

Dr. Peter Barkey, langjähriger LWV-Beigeordneter, erinnerte daran, dass die Arbeiten rund sieben Millionen Euro gekostet haben - und dass es mitunter schwierig gewesen sei, die LWV-Verbandsversammlung von deren Notwendigkeit zu überzeugen. Ein Großteil der Kosten haben LWV und das Land Hessen getragen.

Zwei der Herausgeber - Landeskonservator Dr. Bernhard Buchstab und Dr. Gerold Götze, langjähriger Bauleiter in Haina - hoben den kulturhistorischen Wert der Klosterkirche und ihrer Glasfenster hervor. Sie seien von nationaler Bedeutung mit europäischer Ausstrahlung. Beide betonten - gemeinsam mit Jan Viebrock vom Landesamt für Denkmalpflege das hohe fachliche Niveau, auf dem die Restaurierung erfolgte.

Sie zog das Interesse von Fachleuten aus ganz Deutschland auf sich. Zumal ein bis dahin unbekanntes Problem aufgetreten war: Schimmel hatte sich auf die wertvollen Glasfenster gesetzt. Dies machte in der Fachwelt Furore.

Dass sich die Klostersanierung 30 Jahre hinzog, sei kein Nachteil gewesen. Denn so habe jeder Bauabschnitt gründlich vorbereitet werden können, sagte Buchstab.

Außerdem habe man in den Jahrzehnten viel dazugelernt. Die Risse im Mauerwerk sollten zunächst mit Beton gefestigt werden. Es wurde Spezialmörtel entwickelt und eingesetzt.

In der Fachwelt findet das Buch bereits Interesse. Informationen werden ins Reallexikon der Deutschen Kunstgeschicht aufgenommen, informierte Jan Viebrock.

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Von Martina Biedenbach

Quelle: HNA

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