Kanäle, Leitungen und Fahrbahnaufbau in der Berliner Straße erneuert

Aus Buckelpiste wird ansehnliche Straße

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Frankenberg - Sie gehörte lange zu den schlimmsten Straßen im Stadtgebiet: Die Berliner Straße im Wohngebiet am Hinstürz. Nach fast einem Jahr Bauzeit ist sie saniert.

Bei dem Projekt nutzte die Stadt Synergien: Sie hatte so lange mit der Sanierung der Fahrbahndecke gewartet, bis Arbeiten am Kanalnetz notwendig waren, weil die Straße dafür ohnehin aufgerissen werden musste.

Nach den Tiefbauarbeiten erfolgte der Wiederaufbau der Straße mit Verlegung des Bürgersteigs sowie Bordsteinabsenkungen für die Barrierefreiheit. Ein spezieller Polymerasphalt soll für eine glatte, aber griffige und geräuscharme Fahrbahnoberfläche sorgen. Insgesamt kostete die Sanierung samt Kanalarbeiten 963.000 Euro, davon entfallen auf den Straßen- und Gehwegeausbau 440.000 Euro – etwas weniger als ursprünglich kalkuliert. Die Hälfte dieser Kosten tragen die Anlieger, die andere Hälfte die Stadt.

Außerdem entstanden vor drei Gebäuden neue Privatparkplätze, für die die Eigentümer selbst zahlen. Großes Lob für die meist reibungslose Umsetzung, für die gute Kommunikation zwischen Stadt, Anliegern, Baufirma, Abwasserwerk und der Energie-Gesellschaft Frankenberg (EGF) gab es bei der Freigabe der Straße am Donnerstag von allen Beteiligten. Zur Freigabe waren außerdem Mitglieder des Magistrats gekommen.

Bürgermeister Rüdiger Heß bedankte sich vor allem bei Arno Goos, der im Jahr 2012 die Aufgabe des Anliegersprechers übernommen hatte und während der Bauarbeiten zwischen den Hauseigentümern und den Bauherren vermittelte. „Meine Position war nicht immer leicht“, betonte Goos. Bei 18 Eigentümern und 18 Charakteren gebe es automatisch Reibungspunkte. Trotzdem seien alle sehr zufrieden. Die nächste Baustelle steht laut Heß in der Röddenauer Straße an: „Wir haben ordentlich zu tun“.

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