Erfolgreiche Zusammenarbeit in Frankenberg

Bücherei als Partner der Schule

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Weit mehr als Lexika und Atlanten gibt es in der Mediathek des Gymnasiums Edertalschule: Groß ist die Nachfrage nach Abi-Trainern. Es gibt aber auch Hunderte neue Medien wie Hörbücher.

Frankenberg - Die Stadtbücherei arbeitet seit vier Jahren eng mit den Schulmediatheken der Burgwaldschule und der Edertalschule zusammen. Büchereileiterin Barbara Manke zieht eine positive Zwischenbilanz.

Ziel der Kooperationen ist die Förderung der Lese-, Medien- und Informationskompetenz der Schüler. Alle drei Bibliotheken ergänzen sich in Bestand und Aufgaben und arbeiten auf vielfältige Weise zusammen.

So unterstützt das Team der Stadtbücherei beide Schulen mit seinem Know-how bei der Arbeit. Gleichzeitig sollen die Schüler die Stadtbücherei als Erweiterung der eigenen Schulbibliothek kennenlernen. Daher besuchen die fünften Klassen beider Schulen die Stadtbücherei. In der zehnten Klasse kommen die Burgwaldschüler wieder, um sich Informationen für ihre Abschlussprüfung zu beschaffen und dabei das Thema „Recherche“ zu behandeln.

Durch diese erfolgreiche Zusammenarbeit profitierten die Schulen mehrfach von Förderprogrammen: über die Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken des Landes. So zuletzt im Jahr 2012: Beide Schulbibliotheken konnten für 2500 Euro neue Medien kaufen. 50 Prozent des Geldes hatten sie selbst erbracht. Die Schulen erhielten zudem Geld über ihre Fördervereine, die Burgwaldschule auch vom Kiwanis-Club Ederbergland.

Die Edertalschule verfügt über 200 neue Medien. „Den Schwerpunkt haben wir auf Jugendliteratur, Abi-Trainer und Hörbücher gelegt. Die Schüler haben eine Vielzahl von Anschaffungswünschen beigesteuert, nicht zuletzt hat die starke Ausleihe von Abi-Trainern den großen Bedarf in diesem Bereich deutlich gemacht“, erklärte Nicole Stachowicz, einzige hauptamtliche Mediatheksmitarbeiterin der Edertalschule.

Nun haben die Schüler neue Möglichkeiten: Wer bei „Inspector Jury lichtet den Nebel“ nicht genügend Klarheit gewinnt, greift vielleicht zur „einfach-deutsch“-Lektürehilfe; und wer den Roman „Tschick“ nicht nur lesen will, kann ihn sich jetzt auch in einer Hörspielfassung anhören. Mit Blick auf den neuen Bestand betont sie: „Auch wenn wir damit den Zielbestand der Medien noch lange nicht erreicht haben, so sind wir ihm doch ein schönes Stück nähergekommen!“

Die Schüler der Burgwaldschule können seit dem vergangenen Jahr mehr „Leicht-Lese-Literatur“ in ihrer Schulbibliothek ausleihen. Diese richtet sich mit altersgerechten Themen gezielt an leseschwache Jugendliche, die vor dicken Büchern mit allzu viel Text zurückschrecken. „Wir möchten damit dieser Zielgruppe den Zugang zu emphatischem Lesen erleichtern“, erläutert Sylvia Sprenger, die für die Bibliothek zuständige Lehrerin der Burgwaldschule. Auch wurden Mehrfachexemplare für Neigungsgruppen und Arbeitsgemeinschaften angeschafft, etwa Pflanzenbestimmungsbücher für die NaWi-AG oder auch Reiseführer für Austauschschüler. Die technische Ausstattung wurde um einen Flachbildschirm erweitert, der Schülern und Lehrern in Verbindung mit der EDV als Präsentationsmöglichkeit bei Vorträgen dient.

Die Bilanz der Kooperation ist laut Büchereileiterin Barbara Manke positiv. „Die Informationsversorgung der Schüler in den beiden Schulen hat sich deutlich verbessert, da die Schulmediatheken über neue Ausstattung und größere Medienbestände verfügen.“ Gleichzeitig habe die Stadtbücherei durch die enge Kooperation mehr Schüler zur Nutzung ihres Angebotes gewonnen. Im Steinhaus decken sich die Mädchen und Jungen auch mit über den schulischen Bedarf hinausgehenden Informationen ein.

Weitere Informationen erteilt die Stadtbücherei. Barbara Manke ist erreichbar unter Telefon 06451/716820, per E-Mailbuecherei@frankenberg.de. (r)

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