Biogasanlage und Nahwärmenetz in Rosenthal: Öffentlicher Infoabend am Donnerstag

Die Bürger sind gefragt

Ernte: So wie auf diesem Symbolfoto könnten Landwirte rund um Rosenthal bald für die geplante Biogasanlage liefern. Archivfoto: phl/nh

Rosenthal. Über die in Rosenthal geplante Biogasanlage wird schon seit Monaten in der Stadt gesprochen, am kommenden Donnerstag, 21. Juni, findet nun die erste öffentliche Infoveranstaltung zu dem Thema statt. Dabei geht es nicht nur um den Bau der Biogasanlage, sondern vor allem um das Nahwärmenetz, das aus der Anlage gespeist werden soll und an das sich Privathaushalte anschließen lassen können. Beginn in der Sport- und Kulturhalle ist um 20 Uhr. Gastgeber sind der Magistrat und der Investor der Biogasanlage, der aus Rosenthal kommt.

„Das ist eine wichtige Veranstaltung“, sagt Bürgermeister Hans Waßmuth. „Die Infos sind interessant für alle Rosenthaler, egal ob sie später Abnehmer der Wärme sein werden oder nicht.“ Der Infoabend trägt die Überschrift „Konzeptstudie über die Machbarkeit der Errichtung eines Nahwärmenetzes auf Basis eines mit Biogas betriebenen Blockheizkraftwerks in Rosenthal.“ Was das genau bedeutet – vor allem für die Bürger – wird Diplom-Ingenieur Georg Stegemann von den Viessmann-Werken aus Allendorf, Abteilung Bioenergiedörfer und -systeme, erklären.

Natürlich geht es vor dem Bau einer Biogasanlage auch um Fragen der Geruchs- und Lärmbelästigung und darum, welche Abstände die Anlage zu Wohngebieten einhalten muss. „Die Bürger sollen sehen, dass wir uns Gedanken darüber gemacht haben“, sagt Bürgermeister Waßmuth. Es hätten auch schon Rosenthaler bei der Stadt zu diesen Themen nachgefragt.

Wer will mitmachen?

Die Planungen für die Biogasanlage und das Nahwärmenetz sind schon angelaufen: Der Investor habe schon mit Rosenthaler Landwirten wegen der Belieferung der Anlage mit Mais gesprochen. Die Hauptleitung des Nahwärmenetzes soll entlang der Willershäuser Straße bis zur Sport- und Kulturhalle verlaufen. Denkbar ist auch, dass das neue Seniorenheim angeschlossen wird.

Die wichtige Frage, die nach dem Infoabend beantwortet werden soll, ist nun, welche Privathaushalte die Wärme aus der Biogasanlage nutzen wollen. „Wir werden am Donnerstag Fragebögen verteilen, um abzuklären, welche Haushalte mitmachen würden“, sagt Waßmuth. Sollten sich beispielsweise mehrere Haushalte am Gänseberg dafür interessieren, würde dorthin ein Nebenstrang verlegt.

Stadt gibt Studie in Auftrag

Wenn der Bedarf geklärt ist, wird eine Machbarkeitsstudie über das Nahwärmenetz erstellt, für die die Stadt bereits einen Förderantrag gestellt hat. Sollte diese Studie zu einem positiven Ergebnis kommen, geht das Thema ins Parlament, weil die Bauleitplanung geändert werden müsste. Das könnte im Spätsommer auf der Tagesordnung stehen. Für die nächste Stadtverordneten-Sitzung am kommenden Montag steht dies noch nicht auf der Tagesordnung.

Von Jörg Paulus

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare