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Bürgerfest zur Fusion von Allendorf und Bromskirchen: 350 wanderten mit

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Von: Thomas Hoffmeister

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Bürgerfest zur anstehenden Fusion von Allendorf und Bromskirchen: Etwa 350 Menschen sind am Samstag in Sternwanderungen aus allen Ortsteilen der Gemeinden Allendorf und Bromskirchen zur Schützenhalle der kleineren Gemeinde gewandert. Dort bestätigte Regierungspräsident Mark Weinmeister den Grenzänderungsvertrag. An der Schützenhalle wurde diese Eiche gepflanzt, die die Vorsitzenden der beiden Gemeindevertretungen, Willi Reder (Bromskirchen, links) und Norbert Bötzel auf diesem Foto gerade angießen.
Bürgerfest zur anstehenden Fusion von Allendorf und Bromskirchen: Etwa 350 Menschen sind am Samstag in Sternwanderungen aus allen Ortsteilen der Gemeinden Allendorf und Bromskirchen zur Schützenhalle der kleineren Gemeinde gewandert. Dort bestätigte Regierungspräsident Mark Weinmeister den Grenzänderungsvertrag. An der Schützenhalle wurde diese Eiche gepflanzt, die die Vorsitzenden der beiden Gemeindevertretungen, Willi Reder (Bromskirchen, links) und Norbert Bötzel auf diesem Foto gerade angießen. © Thomas Hoffmeister

Mit einem Festakt haben zahlreiche Menschen aus den beiden Fusionsgemeinden Allendorf und Bromskirchen am Samstag den zum 1. Januar 2023 anstehenden Zusammenschluss der beiden Gemeinden gefeiert.

Bromskirchen - „Schön, dass wir dieses Bürgerfest heute gemeinsam feiern können und dürfen“, sagte Bromskirchens Bürgermeister Ottmar Vöpel bei der Begrüßung. Die Fusion stehe am Ende eines langen Weges. „Die Bürger haben verstanden, dass etwas Neues und Wichtiges entsteht. Alle Beteiligten werden von dieser Ehe profitieren“, ist der Bürgermeister überzeugt. Ottmar Vöpel dankte allen, „die uns auf diesem Weg begleitet haben“ – namentlich Carmen Möller und Thomas Fieder, die das Zusammenwachsen der beiden Kommunen intensiv begleitet hatten. Vöpels Dank galt aber auch allen Vereinen, den Verwaltungen sowie den beiden Bauhöfen, die das Bürgerfest organisiert hatten. Applaus gab es für Corinna Kiesewetter, bei der alle Fäden zusammenliefen.

RP Weinmeister: Beeindruckend hohe Zustimmung

„Zwei Kommunen, die sich freiwillig zusammenschließen – das ist schon etwas Besonderes“, sagte Regierungspräsident Mark Weinmeister. Seit der Gebietsreform in den 1970er-Jahren sei das in Nordhessen erst dreimal passiert. „Beeindruckend“ nannte Weinmeister die mehr als 70-prozentige Zustimmung der Bevölkerung beider Gemeinden. Anderenorts habe es für derartige Fusionen keine Mehrheit gegeben.

Offizieller Akt: Regierungspräsident Mark Weinmeister (links) überreichte eine Bestätigung des Grenzänderungsvertrages an die beiden Bürgermeister Ottmar Vöpel und Claus Junghenn. Rechts der Erste Kreisbeigeordnete Karl-Friedrich Frese.
Offizieller Akt: Regierungspräsident Mark Weinmeister (links) überreichte eine Bestätigung des Grenzänderungsvertrages an die beiden Bürgermeister Ottmar Vöpel und Claus Junghenn. Rechts der Erste Kreisbeigeordnete Karl-Friedrich Frese. © Thomas Hoffmeister

„Ihr habt alles richtig gemacht“, lobte Weinmeister alle Akteure. Besonderen Respekt zollte der RP dem Bromskirchener Bürgermeister Ottmar Vöpel, der diese umfangreiche Arbeit ehrenamtlich geleistet habe.

Im kommenden Jahr würden viele andere Kommunen nach Allendorf schauen und dann sehen, „ob das auch für sie ein Modell wäre“, sagte der Regierungspräsident.

Grüße des Landkreises

Als einer der „Väter“ der Fusion gratulierte der frühere Bromskirchener Bürgermeister und jetzige Erste Kreisbeigeordnete Karl-Friedrich Frese. Die Verantwortlichen hätten „mutige Entscheidungen getroffen. Die Bürger der beiden Gemeinden kann man nur beglückwünschen“, so der Erste Kreisbeigeordnete. Nach der Fusion sei Allendorf die fünfgrößte Kommune im Landkreis und für die Zukunft „bestens aufgestellt“.

„Bromskirchen und Allendorf sind als Pioniere unterwegs. Ich hoffe, dass andere dem folgen“, schloss der Erste Kreisbeigeordnete.

„Ihr seid die Zugpferde“, sagte Lothar Koch, Bürgermeister von Burgwald, der auch die Grüße seiner Kollegen aus Battenberg und Hatzfeld überbrachte. Gemeinsames Ziel sei es, die interkommunale Zusammenarbeit noch weiter auszubauen.

„Grenzen existieren nur in den Köpfen“

Aus zwei mal fünf Ortsteilen entstehe eine „schlagkräftige Großgemeinde“, sagte Enrico Eppner, Bürgermeister der westfälischen Nachbarstadt Hallenberg. Die neue Großgemeinde liege nicht nur an der Grenze zweier Bundesländer, sondern auch von drei Landkreisen. „Grenzen existieren nur in den Köpfen der Menschen“, sagte Enrico Eppner unter Beifall. „Die Menschen hier sind schon viel weiter als anderswo in dieser verrückten Welt.“

Weitere Grußworte sprachen Carmen Möller (Büro Komplex Result) und Guy Moutet, der zusammen mit Stéphane Gouin und Alain Hesloin aus der Allendorfer Partnergemeinde Bonneval angereist war, um an dem Bürgerfest teilzunehmen.

Das Programm des Tages bereicherten der Musikzug Battenberg unter der Leitung von Rudolf Strieder, die Theatergruppe „Kuckucksbühne“ Battenfeld, der Reit- und Voltigierverein Bromskirchen sowie Bläser der Posaunenchöre Allendorf, Bromskirchen und Haine.

Von Thomas Hoffmeister

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