Nach Kabelbrand im Keller müssen Hainaer Vereine weiterhin auf andere Gebäude ausweichen

Bürgerhaus vorerst nicht benutzbar

Am 29. August hatte ein Kurzschluss im Keller des Bürgerhauses in Haina zu einem Brand geführt. Weil dabei giftige Stoffe entstanden und die Elektrik und die Heizung zerstört wurden, bleibt das Gebäude weiterhin geschlossen. Archivfoto: Rouven Raatz

Haina (Kloster) - Die Arbeiten in Folge des Brandes im Keller des Bürgerhauses ziehen sich voraussichtlich noch mindestens bis zum Ende des Jahres hin. Für die Räume im Erdgeschoss hat ein Fachinstitut Entwarnung gegeben: Sie müssen nicht saniert werden.

Die Hainaer Vereine, die das Bürgerhaus oder die Sporthalle normalerweise nutzen, müssen improvisieren. Ein Teil der Veranstaltungen fällt aus, andere werden nach Halgehausen oder ins evangelische Gemeindehaus verlegt. Auch die Grundschule kann die Sporthalle derzeit nicht nutzen.

Ein spezielles Institut hat nach Angaben von Bürgermeister Rudolf Backhaus Nachuntersuchungen vorgenommen und dabei festgestellt, dass im Erdgeschoss keine Giftstoffe in den Wänden und in den Boden gelangt seien. Dort befinden sich die Sporthalle und der Saal sowie der Nebenraum. „Theoretisch könnten die Räume benutzt werden“, sagt Backhaus - allerdings gibt es vorerst weder Strom noch Heizung.

Deshalb bleiben das Bürgerhaus und die Sporthalle weiterhin gesperrt. Denn im Keller, wo der Brand am 29. August in einem Verteilerkasten ausgebrochen war, müsse „alles raus“, sagt Backhaus: Die 30 Jahre alte Heizung sei laut Sachverständigem der Versicherung ein „Totalschaden“, die Böden und Wände dort müssen sandgestrahlt werden. Dort sind möglicherweise gesundheitsschädliche Partikel in den Beton eingezogen. „Wenn das fertig ist, müsste Elektroinstallation in Angriff genommen werden, damit wir wieder Licht und Strom haben.“ Erst dann könne der Einbau der neuen Heizung erfolgen.

Geplant sei nach seinem Wissen erneut ein Ölkessel. Bei einer anderen Technik - etwa Pellets - müsse finanziell „ganz anders ausgeholt“ werden. Besonders unter diesen Umständen bedauert der Hainaer Bürgermeister, dass seine Wunsch nach einer dezentralen Heizanlage für Bürgerhaus, Grundschule, Rathaus und den neuen Vitos-Bau nie umgesetzt wurden. „Der Sache weine ich heute noch dicke Tränen nach“, sagte der Rathauschef. Backhaus hofft, dass der Brand keine finanziellen Auswirkungen auf die Gemeinde habe. Vorerst stünden die Versicherungen der Gemeinde und des Landkreises in Kontakt mit der Versicherung des Verursachers.

Zuständig für die Reparaturen ist das Gebäudemanagement des Landkreises. „Ich mache drei Kreuze, wenn es bis Jahresende fertig ist“, sagt Backhaus. „Aber ich glaube nicht daran.“ (apa)

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