Frankenberg:

Bürgermeister Engelhardt versäumt Feuerwehr-Dienstversammlung

- Frankenberg. Eigentlich hätte der Verwaltungschef am Dienstagabend die gemeinsame Sitzung der Frankenberger Einsatzabteilungen leiten sollen. Doch Engelhardt wusste vom Termin angeblich nichts.

„Hier in Frankenberg ist alles ein bisschen anders als im Rest des Kreises.“ Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbicks Kommentar zu Beginn der Versammlung zog sich wie ein roter Faden durch die Sitzung der städtischen Wehren. Die Dienstversammlung begann mit knapp halbstündiger Verspätung, weil die 146 Feuerwehrleute auf Bürgermeister Christian Engelhardt warteten – vergeblich. Der Verwaltungschef wusste nach eigener Aussage vom Versammlungstermin nichts. „Der Termin war nicht mit meinem Vorzimmer abgesprochen, und ich war auch nicht in Frankenberg.“ Er hätte gerne an der Sitzung teilgenommen. „Mit einem Schreiben an die Wehrführer werde ich mich für diese Panne entschuldigen, zudem bin ich Herrn Biederbick dankbar dafür, dass er nach telefonischer Rücksprache mit mir die Versammlungsleitung übernommen hat.“ Engelhardt nahm am Dienstagabend an der Verabschiedung von Landrat Helmut Eichenlaub als Verwaltungsratschef der Sparkasse Waldeck-Frankenberg teil. Zwar habe er die Einladung zur Feuerwehrversammlung unterschrieben, die Termine trage er aber nicht selbst in den Kalender ein. „Wo Menschen arbeiten, passieren Fehler“, gestand er ein. „Da hat keiner dran gedacht. Wichtig ist, nach der Ursache zu suchen, damit das nicht noch einmal passiert.“Eine weitere Panne: Lothar Bring war einer der beiden designierten stellvertretenden Stadtbrandinspektoren – mit 57 Jahren hat er aber die Altersgrenze von 55 schon überschritten. Es habe interne Vorbereitungstreffen der Feuerwehr zur Wahl des Stadtbrandinspektors gegeben. Dabei sei niemand über die Altersgrenze „gestolpert“, sagte Engelhardt. „Wir werden nun natürlich eine geeignete Gelegenheit nutzen, um Herrn Bring für das langjährige verdienstvolle Engagement zu danken“, erklärte der Bürgermeister gegenüber der FZ. „Gut, dass wir nun trotzdem – wenn auch improvisiert – eine gute Lösung für die Positionen des stellvertretenden Stadtbrandinspektors gefunden haben.“

Mehr in der FZ-Zeitungsausgabe vom 17. Dezember.

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