Bürgermeisterkandidat Christian Klein im Porträt

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Mit einem alten Zeitungsausschnitt, der ihn als jugendlichen Kicker zeigt: Bürgermeisterkandidat Christian Klein mit Ehefrau Heike.

Battenberg. "Ich kann ganz gut Leute zusammenbringen", beschreibt Christian Klein eine für ihn typische Eigenschaft. Dass er mal Bürgermeister werden wolle, das habe er sich noch "vor einem Jahr nicht träumen lassen".

Das habe sich erst nach der überraschenden Ankündigung Heinfried Horsels ergeben, nicht erneut zu kandidieren. "Für deine Heimatstadt das wäre doch was." Das sei ihm durch den Kopf gegangen, erzählt Klein.

Dabei sieht er sich als Teamplayer, ganz im Sinne seiner früheren Fußball-Leidenschaft: "Ich muss nicht der große Zampano sein." Große Worte sind nicht das Ding des Mannes mit der hohen Stirn. Da zeichnet ihn schon eher sein trockener Humor aus. Beispielsweise, wenn er erklärt, warum er mittelfristig nicht an eine Fusion von Battenberg und Allendorf glaubt: "Man kann nicht alles in einen Topf werfen. Aus zwei Lahmen wird nicht plötzlich ein Gesunder..."

Kontinuität ist sein Ding. Er zeigt das Foto seiner E-Jugend-Fußballmannschaft. "Mit fast allen bin ich bis heute befreundet. Wir haben einen Kegelclub und fahren einmal im Jahr zusammen nach Föhr."

Christian Klein ist ein Familienmensch. Ehefrau Heike und die beiden fast erwachsenen Kinder Niklas (19) und Carolin (16) geben ihm den Rückhalt, den er in seinem nicht immer einfachen Beruf als Gerichtsvollzieher braucht.

Heike Klein schildert ihren Mann als "sehr belastbar, fleißig, ehrgeizig und 100 Prozent zuverlässig". Was Christian Klein allerdings nicht mag, sind allzu bohrende Fragen zur Rolle seines Vaters Lutz, der fast 30 Jahre Bürgermeister in Battenberg war. "Mein Vater ist für mich in erster Linie mein Vater." Verbindlichkeit nennt Christian Klein als dessen herausragende Eigenschaft. Aber: "Ich finde es nicht fair, wenn jemand glaubt, ich sei seit 47 Jahren ferngesteuert." Zack. Das saß.

Christian Klein ist der gemeinsame Bürgermeisterkandidat von CDU, SPD und FDP. "Über den dörflichen Kirchturm und Parteigrenzen hinweg" möchte Klein ein guter Verwaltungschef werden: "Ich würde mir alle Mühe geben. Aber ich verspreche überhaupt nichts", sagt er.

Vor der Wahl bietet Christian Klein Gesprächsabende in allen Stadtteilen an. Wahlbroschüren werden verteilt, es soll auch "dezent" plakatiert werden. Persönlich will er von Tür zu Tür gehen. "Wir wollen keine Materialschlacht", sagt Klein. "Tolle Klimmzüge passen weder zu mir noch zur Stadt Battenberg."

Eine Prognose für den Wahlausgang möchte Klein nicht abgeben. "Ich rechne mir Chancen aus. Aber Hochmut kommt vor dem Fall", sagt Klein, der mit Uwe Weiß die CDU im Battenberger Magistrat vertritt. Zum Amtsinhaber habe er ein "gutes Verhältnis", sagt er.

Für seine eventuelle künftige Arbeit wünscht er sich ein Arbeitsklima wie derzeit im Magistrat: "Wenn einer dort eine gute Idee hat, dann kann man sich darauf verständigen. Ganz egal, von wem die Idee stammt."

HNA-Wahlforum

Die Bürgermeisterwahl in Battenberg findet am Sonntag, 25. Mai, statt, eine mögliche Stichwahl am Pfingstsonntag, 8. Juni. Am Montag, 12. Mai, veranstaltet die HNA ab 19 Uhr in der Burgberghalle in Battenberg ein öffentliches Wahlforum mit den drei Kandidaten Reiner Arnold, Christian Klein und Dieter Kocab. Dann stellen sich die Bewerber den Fragen der Redaktion, auch die Zuschauer im Publikum können Fragen stellen. Der Eintritt ist frei, alle Interessierten sind eingeladen.

Von Thomas Hoffmeister

Quelle: HNA

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