Er möchte Dinge „auf kleinem Dienstweg regeln“

Bürgermeisterkandidat Reiner Arnold im Porträt

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Interessiert sich für Heimatgeschichte: Bürgermeisterkandidat Reiner Arnold aus Berghofen.

Battenberg. „Ich fühle mich hier sauwohl“, sagt Reiner Arnold auf die Frage, warum er Bürgermeister werden möchte. Den Besucher empfängt er im etwas altmodischen, aber durchaus gemütlichen Wohnzimmer seines Hauses in der Battenberger Straße in Berghofen.

Aus seinem Herzen macht Arnold keine Mördergrube: „Wir brauchen in Battenberg kein Sprachrohr der Kreis- oder Landesregierung. Man muss auch mal mit breitem Kreuz dagegen halten“, sagt der 1,91 Meter große Kandidat.

Beim Auhammer in Battenberg hat Arnold eine Ausbildung zum Modelltischler absolviert. Später war er dort als Facharbeiter tätig, ehe er als Tischler in Frankenberg, Laisa und Frohnhausen arbeitete. Seit März 2000 ist er Technischer Angestellter bei der Eisengießerei Fritz Winter in Stadtallendorf. Dort hat er sich zum staatlichen geprüften Techniker der Fachrichtung Technische Betriebswirtschaft weitergebildet.

HNA-Wahlforum

Die Bürgermeisterwahl in Battenberg findet am Sonntag, 25. Mai, statt, eine mögliche Stichwahl am Pfingstsonntag, 8. Juni. Am Montag, 12. Mai, veranstaltet die HNA ab 19 Uhr in der Burgberghalle in Battenberg ein öffentliches Wahlforum mit den drei Kandidaten Reiner Arnold, Christian Klein und Dieter Kocab. Dann stellen sich die Bewerber den Fragen der Redaktion, auch die Zuschauer im Publikum können Fragen stellen. Der Eintritt ist frei, alle Interessierten sind eingeladen.

Als solcher fühlt er sich den Aufgaben eines Verwaltungschefs gewachsen: „Battenberg braucht keinen Verwaltungsmenschen, sondern einen Handwerker“, findet Arnold. Er wünscht sich eine „bürgernahe, transparente Verwaltung“. Viele Dinge könnte man auch „auf dem kleinen Dienstweg regeln“, sagt Arnold. Sein Interesse gilt der Heimatgeschichte sowie dem Natur- und Umweltschutz. Ehrenamtlich engagiert sich der Kandidat unter anderem in der Freiwilligen Feuerwehr sowie im Ortsbeirat seines Heimatdorfes Berghofen. „Zweifelsohne bestätigt“ sieht sich Reiner Arnold nach seinem Kampf gegen die Abholzung von Waldflächen allein für die Zuwegung von Windkraftanlagen bei Ernsthausen (HNA berichtete). Man müsse aber stets abwägen: Der Ausbau der Sackpfeife für den Schwerverkehr sei dagegen eine „sinnvolle Sache“. Plakate kleben und Informationsveranstaltungen organisieren wird Reiner Arnold vor der Wahltermin am 25. Mai nicht. „Ich muss nicht auf die Leute zugehen. Die kommen zu mir“, sagt Arnold.

In einer zwölfseitigen Druckschrift mit dem Titel „Battenberger Bürger(meister)- Spiegel“ stellt Arnold sich vor. Diese Druckschrift soll an alle 2509 Haushalte im Stadtgebiet verteilt werden.

Urlaub nehmen wird Reiner Arnold für seinen Wahlkampf nicht. Die Kosten – er rechnet mit 1000 bis 2000 Euro – will er aus eigener Tasche bezahlen. Als politische Vorbilder nennt er den früheren hessischen Ministerpräsidenten Holger Börner und den früheren Verteidigungsminister Georg Leber (beide SPD). Beide seien „authentisch rübergekommen“, findet Arnold.

Einen Tipp für die Bürgermeisterwahl möchte Arnold nicht abgegeben. Nur so viel: Er rechne sich „Außenseiterchancen“ aus. Überzeugt ist er, dass es am 8. Juni eine Stichwahl geben wird. Warum? Weil „keiner der drei Kandidaten im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit gewinnen wird“.

Von Thomas Hoffmeister

Quelle: HNA

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