Frankenberg

Bürgermeisterwahl: 74,9 Prozent für Christian Engelhardt

- Frankenberg. Christian Engelhardt (CDU) bleibt Bürgermeister in Frankenberg: 74,9 Prozent stimmten für den Amtsinhaber. Auf seinen parteilosen Herausforderer Nicolas Hansen entfielen 25,1 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung liegt bei 70,1 Prozent. In Rosenthal erreichte Bürgermeister Hans Waßmuth 86,2 Prozent. Er war der einzige Kandidat.

Die Mitglieder der Jungen Union konnten es kaum abwarten, Christian Engelhardt zur Wiederwahl zu gratulieren. Noch vor dem Sitzungssaal im historischen Rathaus reichten sie dem CDU-Mann die Hände – das vorläufige Endergebnis stand da noch nicht fest. Und auch Landrat Helmut Eichenlaub hätte seinem Parteifreund gerne um kurz nach 20 Uhr die Blumen überreicht. Doch der Bürgermeister bat um etwas Geduld – eine Geste des Respekts Nicolas Hansen gegenüber. Um kurz vor 20.30 Uhr war es dann schließlich so weit: Das Ergebnis des letzten Briefwahlbezirkes wurde per Beamer auf die Leinwand übertragen – und der Amtsinhaber riss die Arme in die Höhe. Er strahlte über das ganze Gesicht und wurde von seiner Frau Daniela geherzt. 74,9 Prozent der Frankenberger haben ihm erneut ihr Vertrauen ausgesprochen und seinem Wahlkampfmotto zugestimmt: „Weiter für Frankenberg.“ Für den parteilosen Nicolas Hansen votierten 25,1 Prozent der Wähler. Die Wahlbeteiligung lag bei 70,1 Prozent: 10 240 der 14 616 in der Kernstadt und den Stadtteilen wohnenden Wahlberechtigten beteiligten sich an dem demokratischen Akt. 286 Wähler gaben eine Botschaft ab, indem sie ihren Stimmzettel ungültig machten. Vor allem in der Kernstadt variierte die Wahlbeteiligung: Während im Bezirk Friedrich-Trost-Schule 74,9 Prozent von ihrem Stimmrecht Gebrauch machten, gingen im Bezirk Landratsamt lediglich 49,5 Prozent zur Wahl. Überraschend früh hatte der erste Wahlbezirk das Ergebnis an Gemeindewahlleiter Manfred Greif gemeldet: Um 18.33 Uhr gaben die Rodenbacher das Resultat bekannt, zwei Minuten später folgte das Ergebnis aus Dörnholzhausen. Und dort verbuchte der Amtsinhaber mit 87,8-prozentiger Zustimmung auch sein bestes Ergebnis, dicht gefolgt von Geismar mit 0,1 Prozentpunkten weniger. Ohnehin war Engelhardt in den Stadtteilen stark: Auch in Friedrichshausen und einem der beiden Röddenauer Bezirke übersprang er die Grenze von 80 Prozent. Herausforderer Nicolas Hansen erreichte in Wangershausen mit 36,8 Prozent sein bestes Ergebnis. Weitere beachtliche Resultate verbuchte er in Wahlbezirken der Kernstadt: 32,4 Prozent im Landratsamt und 33,8 Prozent im Wahlbezirk Wigand-Gerstenberg-Schule II, in dem er mit seiner Frau und seinen vier Kindern auch wohnt. Nach minutenlangem Händeschütteln bezeichnete Engelhardt das Wahlergebnis als ein „überwältigendes Votum“. Mit einer solchen Steigerung habe er nicht gerechnet, sagte er. Bei der Wahl zum Nachfolger von Rüdiger Heß hatte er 2003 in der Stichwahl gegen Gerhard Finkeldey 61,4 Prozent der Stimmen verbucht. Über diese Steigerung freue er sich sehr, sagte Engelhardt und formulierte ein Ziel: „In den nächsten Jahren will ich auch die 25 Prozent noch überzeugen.“ Das Ergebnis stärke ihm den Rücken und sei zugleich ein Vertrauensbeweis. Er kündigte an, auch in der zweiten Legislaturperiode mit Leidenschaft die Stadt voranzubringen. Der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Rainer Hesse bezeichnete das Ergebnis als einen Beweis dafür, dass Engelhardt „in den vergangenen Jahren viel für Frankenberg erreicht hat“. Zu einem „fulminanten Erfolg“ gratulierte Landrat Helmut Eichenlaub. Eine 74,9-prozentige Zustimmung sei ein Beweis dafür, dass der Amtsinhaber mit sachlicher Politik in Frankenberg gestaltet habe. „Einen solchen schwarzen Balken habe ich mir immer gewünscht“, erklärte der scheidende Landrat, ehe Christian Engelhardt zur Wahlparty in die Ratsschänke einlud. Zuvor dankte er seinen Helfern und vor allem den Mitarbeitern der Stadtverwaltung. Mit dem Wahlausgang sei eine „hervorragende Mannschaftsleistung gewürdigt“ worden.

Die Ergebnisse der Bürgermeisterwahl in Frankenberg

Christian Engelhardt (CDU) Nicolas Hansen (parteilos)
Wahlbezirk Stimmen Prozent Stimmen Prozent ungültig
Frankenberg gesamt 3126 72,2 1202 27,8 141
Hans-Viessmann-Schule 401 77,0 120 23,0 14
Burgwaldschule 257 70,6 107 29,4 11
Landratsamt 279 67,6 134 32,4 18
Stadthaus 264 70,0 113 30 16
Ortenbergschule 266 69,6 116 30,4 14
Gemeindehaus Wolfspfad 337 76,4 104 23,6 16
Wigand-Gerstenberg-Schule 1 300 72,1 151 27,3 18
Wigand-Gerstenberg-Schule 2 310 66,2 158 33,8 3
Friedrich-Trost-Schule 391 71,7 154 28,3 10
Ederberglandhalle 541 72,7 203 27,3 24
Dörnholzhausen 36 87,8 5 12,2 00
Friedrichshausen 175 81,0 41 19,0 9
Geismar 491 87,7 69 12,3 29
Haubern 253 76,7 77 23,3 13
Hommershausen 72 72,0 28 28,0 00
Rengershausen 144 73,5 52 26,5 4
Rodenbach 75 85,2 13 14,8 3
Röddenau gesamt 648 79,1 171 20,9 14
Bürgerhaus 295 76,8 89 23,2 7
Grundschule 353 81,1 82 18,9 7
Schreufa 459 77,8 131 22,2 14
Viermünden 351 77,8 100 22,2 13
Wangershausen 67 63,2 39 36,8 4
Willersdorf 285 83,3 57 16,7 7
Briefwahl 1 652 72,9 242 27,1 24
Briefwahl 2 311 73,1 114 26,8 16
Endergebnis 7455 74,9 2499 25,1 286

In Rosenthal erhielt Hans Waßmuth 86,2 Prozent der Stimmen. Blick auf die Wahlbezirke: Rosenthaler Schule: 381 Ja-Stimmen, 62 Nein-Stimmen Rosenthaler Sport- und Kulturhalle: 372 Ja-Stimmen, 67 Nein-Stimmen Roda: 258 Ja-Stimmen, 23 Nein-Stimmen Briefwahl: 109 Ja-Stimmen, 27 Nein-Stimmen.Die Wahlbeteiligung lag bei 75,68 Prozent. Der 52-jährige Christdemokrat war der einzige Kandidat. Er tritt im nächsten März seine zweite Amtszeit an.

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