Frankenberg

Bürgermeisterwahl: Christian Engelhardt (CDU) stellt sein Wahlkampfprogramm vor

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- Frankenberg (rou). „Ich habe in den vergangenen fünfeinhalb Jahren gut gearbeitet, das ist auch bei den Bürgern so angekommen. Deshalb hoffe ich auf ein deutliches Ergebnis“, sagte Christian Engelhardt zum Wahlkampfauftakt.

„Weiter für Frankenberg“, unter dieses Motto hat Amtsinhaber Christian Engelhardt sein Wahl-Programm für seine 38-tägige Wahlkampfzeit bis zum 27. September gestellt. Am Mittwoch stellte der von der CDU nominierte Bewerber sein Konzept gemeinsam mit dem Frankenberger Stadtverbandsvorsitzenden Rainer Hesse im Gasthaus Vöhl vor – und zwar draußen, an einem Tisch in der Fußgängerzone.

„Ab in die Mitte“, sagte Engelhardt und verwehrte sich gegen einen Tisch im Hinterzimmer. Und diese Geste soll auch in den verbleibenden knapp sechs Wochen Programm sein. Sein Hauptanliegen: Das Gespräch mit seinen Bürgern suchen, betonte er. „Und ich freue mich darauf: Wahlkampf ist Leidenschaft.“ Deshalb habe er seinen Jahresurlaub auch für die Phase aufgehoben, „in der sich die Bürger für die Wahlkampfthemen interessieren“. Nun habe er ausreichend Zeit, um noch intensiver als zu Dienstzeiten üblich den Dialog mit den Menschen zu suchen.

Bilanz vor Wiederwahl

In die Gespräche geht Engelhardt durchaus selbstbewusst. „Ich bin überzeugt, dass ich gute Arbeit geleistet habe. Und die wollen wir fortsetzen“, getreu dem Wahlkampfmotto „Weiter für Frankenberg“, sagte er. Und der Begriff „weiter“ habe dabei mehrere Bedeutungen, betonte Hesse: „Weitermachen als Bürgermeister, die Stadt weiterentwickeln und weiter voranbringen“, erklärte der Stadtverbandsvorsitzende und führte die „Weiter“-Liste weiter. Diese Konstanz zeichne auch Engelhardts Programm aus.

Ein Wahlkampf sei stets mit einer Zäsur verbunden: Er habe ein Fazit gezogen, neue Themen entwickelt, Schwerpunkte, auch neue, gesetzt, doch grundsätzlich habe er „die Aspekte, die wichtig sind, schon in den vergangenen Jahren angegangen“, betonte Engelhardt (siehe auch Hintergrund). Ohne auf Inhalte zu verzichten, wolle er in der Wahlkampfzeit den Fokus doch darauf legen, zu vermitteln, „wie ich als Person seit meiner Amtseinführung gearbeitet habe“: als bürgernaher Frankenberger Bürgermeister, der sich für jeden Bürger viel Zeit nehme, der aber auch andere Meinung gelten lasse und konsensfähig sei.Auf Engelhardts Erfolge wollen auch die Christdemokraten im Wahlkampf hinweisen, sagte Hesse. Unterstützung erhalten sie dabei von der FDP sowie von den Nachwuchsorganisationen der beiden Parteien. „Ein Kompetenzteam habe ich aber nicht“, sagte der Amtsinhaber.

Mit keinem Wort erwähnte Engelhardt am Mittwoch seinen Herausforderer Nicolas Hansen. Und dies soll auch bis zum 27. September so bleiben, sagte er. „Ich kämpfe für meine Bürger und nicht gegen einen Kandidaten.“ Engelhardts Begründung: „Das allerwichtigste Wahlkampfthema ist sowieso, dass ich meinen Job als Bürgermeister gut weitermache.“

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