Frankenberg

Bürgermeisterwahl: Gerd Nienhaus soll für die SPD kandidieren

- Frankenberg (jos). Es galt in den vergangenen Tagen als eines der am besten gehüteten Geheimnisse in Frankenberg. Jetzt ist es raus: Nach Informationen der WLZ-FZ will die hiesige SPD-Führung den Diplom-Verwaltungswirt Gerd Nienhaus aus Wetter als Bürgermeisterkandidat ins Rennen schicken.

Nächste Woche soll sich Nienhaus den Mitgliedern vorstellen, die dann über die Nominierung abstimmen sollen. Die SPD-Führung dürfte hoffen, dass sich die Basis dabei geschlossener hinter den Auserwählten stellt, als es bei der Abstimmung der CDU um die Kandidatur von Bernd Bluttner der Fall war. Bei der Mitgliederversammlung der Christdemokraten votierten nach Informationen unserer Zeitung 33 für Bluttner und 18 gegen ihn, bei einer Enthaltung.

Während sich die CDU seitdem in Geschlossenheit übt und sich Bernd Bluttner langsam aber sicher für den Wahlkampf warmläuft, brodelt rund um die Kandidatenkür der SPD seit Tagen die Gerüchteküche: Wen wird die SPD wohl für die Bürgermeisterwahl nominieren? Bekannt war bislang lediglich, dass sich eine Wahlvorbereitungskommission der Genossen mehrfach getroffen hat, um Vorstellungsgespräche mit potenziellen Kandidaten zu führen. Zuvor hatte die Frankenberger SPD ihre Unterstützung für einen Bürgermeisterbewerber öffentlich ausgeschrieben. Seitdem die Kommission unter der Leitung des Ortsvereinsvorsitzenden Volker Heß vor einigen Tagen ihre Entscheidung gefällt hat, gab es immer wieder neue Spekulationen.

Heiß gehandelt wurden die beiden Frankenberger SPD-Newcomer Hendrik Sommer und Daniela Neuschäfer, aber auch um eine mögliche Kandidatur des Unterbezirksvorsitzenden Christoph Weltecke aus Korbach rankten sich Gerüchte. Und sogar die Namen der amtierenden Bürgermeister Uwe Ermisch (Hatzfeld) und Björn Brede (Frankenau) wurden von Beobachtern und Insidern immer mal wieder ins Spiel gebracht. Doch Pustekuchen: Die SPD-Führung hat sich nach Informationen der WLZ-FZ für einen Kandidaten „von außen“ entschieden. Gerd Nienhaus selber sagte auf WLZ-FZ-Nachfrage nur soviel: „Ihre Information kann ich weder bestätigen noch dementieren.“

Hintergrund dürfte die Tatsache sein, dass die SPD den Namen des Auserwählten unter allen Umständen bis zur Mitgliederversammlung in der nächsten Woche geheim halten wollte. Offiziell informiert sind neben der Findungskommission selber bislang die SPD-Fraktion im Stadtparlament sowie der Vorstand des Ortsvereins. Dem Vernehmen nach haben beide Gremien der Nominierung von Nienhaus zugestimmt.

Der Diplom-Verwaltungswirt ist Jahrgang 1961 und stammt ursprünglich aus dem Rheinland. Mit seiner Frau und den drei gemeinsamen Kindern ist Nienhaus im Sommer 2005 aus dem Landkreis Viersen (Niederrhein) nach Wetter gezogen. Der Umzug nach Mittelhessen hatte berufliche Gründe: Nienhaus trat damals eine Stelle beim Landkreis Marburg-Biedenkopf an. Dort war der Diplom-Verwaltungswirt zunächst Fachdienstleiter im Fachbereich Gefahrenabwehr. Derzeit ist Nienhaus Chef des Fachdiensts Schul- und Infrastrukturmanagement und in dieser Funktion zuständig für die Schulentwicklungsplanung und sämtliche Verwaltungsaufgaben rund um die Schulen im Nachbarlandkreis Marburg-Biedenkopf.

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